Sulfaguanidin

Strukturformel
Strukturformel von Sulfaguanidin
Allgemeines
Freiname Sulfaguanidin
Andere Namen
  • 4-Amino-N-(diaminomethylen)benzensulfonamid
  • 4-Amino-N-(diaminomethylen)benzolsulfonamid
Summenformel C7H10N4O2S
CAS-Nummer
  • 57-67-0
  • 6190-55-2 (Monohydrat)
PubChem 5324
ATC-Code

QA07AB03

Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 214,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

190–193 °C (Monohydrat)[2]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser: 1 g·l−1 (25 °C)[2]
  • gering löslich in Alkohol und Aceton[2]
  • unlöslich in Natronlauge[2]
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]

Xi
Reizend
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Sulfaguanidin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonamide.

Eigenschaften

Sulfaguanidin ist ein weißes Pulver, das sich an Luft allmählich verfärbt.[4]

Verwendung

Sulfaguanidin wird als Vertreter der Sulfonamide als Antibiotikum in der Tiermedizin (selten) verwendet. Diese Verbindungen besitzen eine hemmende Wirkung auf die intrazelluläre Folsäuresynthese von Mikroorganismen und wirken nach einer Latenzzeit von 4–6 Stunden bakteriostatisch.[2]

Pharmakologische Eigenschaften

Sulfaguanidin gehört zu den oral schwer resorbierbaren Sulfonamiden und hat nur lokal im Gastrointestinaltrakt eine Wirkung auf bakterielle Erreger.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Datenblatt Sulfaguanidine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. April 2011.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Datenblatt Sulfaguanidin bei Vetpharm, abgerufen am 29. Juli 2012.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Hermann Hager, Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Volume 5, S. 596; ISBN 978-3-540-62646-6.
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