Nitroblau-Tetrazoliumchlorid

Strukturformel
Strukturformel Nitroblau-Tetrazoliumchlorid
Allgemeines
Name Nitroblau-Tetrazoliumchlorid (NBT)
Andere Namen

3,3′-(3,3′-Dimethoxy-4,4′-biphenylylen) -bis-[2-(4-nitro-phenyl)-5-phenyl-2H -tetrazoliumchlorid]

Summenformel C40H30Cl2N10O6
CAS-Nummer 298-83-9
PubChem 9281
Kurzbeschreibung

gelbe Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 817,65 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

189 °C[1]

Löslichkeit
  • schlecht in Wasser[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Piktogramm unbekannt
H- und P-Sätze H: ?
EUH: ?
P: ?
LD50

2000 mg·kg−1 (Maus, peroral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Nitroblau-Tetrazoliumchlorid (NBT), eine quartäre Ammoniumverbindung, ist ein Di-Tetrazoliumsalz und Redox-Farbstoff.

Eigenschaften

Durch Reduktion des Di-Tetrazoliumsalzes entsteht zunächst ein roter Mono-Formazanfarbstoff. Bei weiterer Reduktion entsteht ein blauer Di-Formazanfarbstoff.

Verwendung

In der Biochemie wird NBT in Kombination mit 5-Brom-4-chlor-3-indoxylphosphat (BCIP) zur sensitiven Detektion des Enzyms Alkalische Phosphatase (AP) benutzt.[3][4] In der Medizin verwendet man NBT zur Diagnosestellung einer septischen Granulomatose.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Datenblatt Nitroblau-Tetrazoliumchlorid bei Merck, abgerufen am 15. März 2010.
  2. Nitroblau-Tetrazoliumchlorid bei ChemIDplus.
  3. McGadey, J. (1970): A tetrazolium method for non-specific alkaline phosphatase. In: Histochemie. Bd. 23, S. 180–184; PMID 5507043; doi:10.1007/BF00305851.
  4. Knecht, D.A. et al. (1984): Visualization of antigenic proteins on Western blots. In: Anal. Biochem. Bd. 136, S. 180–184; PMID 6201085; doi:10.1016/0003-2697(84)90321-X.

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