Dithiocarbamate

Dithiocarbamate

Allgemeine Struktur der Dithiocarbamate

Als Dithiocarbamate (auch Dithiourethane genannt) werden Ester und Salze (bzw. deren Derivate) der Dithiocarbaminsäure bezeichnet und sind Di-Schwefel Analoga der Carbamate. Ihre allgemeine Struktur ist R–N(–R′′)–C(=S)–S–R′, wobei R, R′ und R′′ für austauschbare Reste stehen. Sie werden häufig in der Landwirtschaft als Fungizide, Herbizide und Insektizide, in der chemischen Industrie aber auch als Vulkanisationsbeschleuniger eingesetzt. Sie sind im allgemeinen schlecht löslich in Wasser aber gut löslich in organischen Lösungsmitteln. Sie entstehen bei der Reaktion von Kohlenstoffdisulfid mit Ammoniak und primären und sekundären Aminen.

Synthese

Dithiocarbamate bilden sich aus Isothiocyanaten und Thioalkoholen durch eine Additionsreaktion:[1]

Darstellung von Dithionurethanen aus Isothiocyanaten und Mercaptanen

Derivate

Einzelnachweise

  1. Max Bögemann, Siegfried Petersen, Otto-Erich Schultz und Hanna Söll: Methoden zur Herstellung und Umwandlung von schwefelhaltigen Kohlensäurederivaten in Houben-Weyl: Methoden der Organischen Chemie, Band 9, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1955, Seiten 773−915, dort Seite 831.
  2. Datenblatt der Carcinogenic Potency Database (englisch)

Weblinks