Desoxycytidin

Strukturformel
Strukturformel von Desoxycytidin
Allgemeines
Name Desoxycytidin
Andere Namen
  • 2’-Desoxycytidin
  • Kurzzeichen dC, CdR oder dCyd
Summenformel C9H13N3O4
CAS-Nummer 951-77-9
PubChem 637
Kurzbeschreibung

farbloses bis blassgelbes kristallines Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 227,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

209–211 °C[2]

Löslichkeit

50 mg/ml Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Desoxycytidin (dC, CdR) ist ein 2’-Desoxynukleosid, aus der Pyrimidin-Nukleobase Cytosin und der Pentose D-Desoxyribose. Desoxycytidin ist Bestandteil der Desoxyribonukleinsäure (DNA) und bildet dort mit Desoxyguanosin ein Basenpaar.

Strukturformel eines GC-Basenpaars

Je nach Anzahl der Phosphatreste bildet es die Basis für die Nukleotide Desoxycytidinmonophosphat (dCMP), Desoxycytidindiphosphat (dCDP) oder Desoxycytidintriphosphat (dCTP).

Unter physiologischen Bedingungen desaminiert ein geringer Teil des in der DNA enthaltenen Desoxycytidins zu Desoxyuridin, wofür spezielle Reparatursysteme in den Zellen existieren. Bei der Desaminierung von 5-Methyldesoxycytidin entsteht jedoch das auch normalerweise in der DNA enthaltene Desoxythymidin, das nicht als fehlerhaft erkannt werden kann, wodurch es sich in der nächsten Replikationsrunde mit Desoxyadenosin paaren kann, woraus sich dann eine Transition von Desoxycytidin nach Desoxythymidin und auf dem gegenüberliegenden DNA-Strang von Desoxyguanosin nach Desoxyadenosin ergeben wird.[3]

Derivate

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Datenblatt 2’-Deoxycytidine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Januar 2012.
  2. Datenblatt 2’-Deoxycytidine bei Acros, abgerufen am 22. Februar 2011.
  3. Ralph Remus: Verteilung der fünften DNA-Base 5-Methyl-Desoxycytidin im Säugergenom: DNA Methylierungsmuster endogener retroviraler Sequenzen des Syrischen Hamsters (Mesocricetus auratus) und in den Promotoren menschlicher Erythrozytenmembranskelettproteine (Homo sapiens)

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