Abelsonit


Abelsonit

Abelsonit
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Andere Namen
  • IMA 1975-013
  • Nickelporphyrin
Chemische Formel

NiC31H34N4

Mineralklasse diverse organische Minerale
10.CA.20 (8. Auflage: IX/A.02) nach Strunz
50.04.09.01 nach Dana
Kristallsystem Triklin
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin 1
Farbe von blassrosa über purpur bis rötlichbraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 2 bis 3
Dichte (g/cm3) 1,45
Glanz Diamantglanz, Metallglanz
Transparenz durchscheinend
Bruch undeutlich
Spaltbarkeit gut
Habitus

Abelsonit, auch als Nickelporphyrin bekannt, ist ein sehr selten vorkommendes Mineral der Mineralklasse der organischen Verbindungen. Es kristallisiert im triklinen Kristallsystem mit der chemischen Formel NiC31H34N4[1] und bildet bis zu einem Zentimeter große flache Aggregate von blassrosa, purpurner oder rötlichbrauner Farbe.

Etymologie und Geschichte

Das Mineral wurde 1969 von Lawrence C. Trudell in der Typlokalität, dem Wosco-Bohrloch in der Green-River-Formation im US-Bundesstaat Utah gefunden. Das Mineral wurde nach Philip Hauge Abelson, dem Präsidenten der Carnegie Institution in Washington, D.C. benannt.[2]

Klassifikation

In der Systematik nach Strunz wird Abelsonit zu den organischen Verbindungen gezählt. In der veralteten achten Auflage bildet es dabei mit Calclacit, Dashkovait, Earlandit, Formicait, Hoganit, Julienit, Kafehydrocyanit, Mellit und Paceit die Mellit-Julienit-Gruppe, eine Untergruppe der Salze organischer Säuren. In der neuen neunten Auflage bildet es eine eigene Untergruppe der "diversen organischen Minerale".

In der Systematik nach Dana bildet Abelsonit eine eigene Untergruppe der Salze von organischen Säuren mit verschiedenen Formeln [3].

Bildung und Fundorte

Abelsonit bildet sich als Sekundärmineral an Oberflächen von Ölschiefer. Es entstand durch Umwandlung von Chlorophyll und ist das einzig bekannte, kristallin in der Natur vorkommende Porphyrin-Derivat. Aus diesem Grund wird Abelsonit auch als ein Chemofossil bezeichnet. Es ist vergesellschaftet mit Albit, Orthoklas, Pyrit, Quarz, Glimmer, Dolomit und Analcim.[4]

Neben der Typlokalität wurde Abelsonit noch in weiteren Fundorten in der Green-River-Formation sowie im Piceance Creek Basin im US-Bundesstaat Colorado gefunden.[4]

Kristallstruktur

Abelsonit kristallisiert im triklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P1 mit den Gitterparametern a = 8,508 Å, b = 11,185 Å und c = 7,299 Å; α = 90°51', β = 114°08' und γ = 79°59' sowie einer Formeleinheit pro Elementarzelle.[5]

Chemisch handelt es sich um ein Porphyrin-Derivat, das insgesamt fünf Methyl- und zwei Ethylgruppen am Porphyrinring besitzt.[1]

Siehe auch

Liste der Minerale

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Carlyle B. Storm, Jostein Krane, Tore Skjetne, Nils Telnaes, Jan F. Branthaver, Earl W. Baker: The Structure of Abelsonite. In: Science. 1984, 223, S. 1075-1076, doi:10.1126/science.223.4640.1075.
  2. Charles Milton, Edward J. Dwornik, Patricia A. Estep-Barnes, Robert B. Finkelman, Adolf Pabst, Susan Palmer: Abelsonite, nickel porphyrin, a new mineral from the Green River Formation, Utah. In: American Mineralogist. 1978, 63, S. 930-937 (pdf).
  3. Dana Salts of Organic Acids Classification bei webmineral.com.
  4. 4,0 4,1 G. M. Mason, L. G. Trudell, J. F. Branthaver: Review of the stratigraphic distribution and diagenetic history of abelsonite. In: Organic Geochemistry. 1989, 14, 6, S. 585-594, doi:10.1016/0146-6380(89)90038-7.
  5. Abelsonit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101.

Literatur

  • Abelsonit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf).
  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie. 16. Auflage, Ferdinand Enke Verlag, 1978, ISBN 3-432-82986-8.

Weblinks