Iodchlorid

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Strukturformel
Strukturformel
Allgemeines
Name Iodchlorid
Andere Namen
  • Iodmonochlorid
  • Chloriod
Summenformel ICl
CAS-Nummer 7790-99-0
PubChem 24640
Kurzbeschreibung

rotbraunes Öl bzw. rubinrote Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 162,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest (α-Form)/ flüssig (β-Form )

Dichte

3,1 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

14 °C (α-Form) / 27 °C (β-Form)[1]

Siedepunkt

97 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
05 – Ätzend 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314-334
P: 261-​280-​305+351+338-​310 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34-37
S: 26-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Iodchlorid (auch Iodmonochlorid) ist eine Interhalogenverbindung, die aus den Elementen Iod und Chlor besteht.

Gewinnung und Darstellung

Iodchlorid lässt sich aus den Elementen oder durch Kochen von Iod in Königswasser darstellen.[1]

Eigenschaften

Iodchlorid zersetzt sich in Wasser zu Chlorwasserstoff, Iodsäure und Iod.[1] Die α-Form riecht stechend und ist wenig hygroskopisch[5], während die β-Form metastabil ist.[6]

Verwendung

Iodchlorid lässt sich zur Iodierung[7] verwenden. Mit einer essigsauren Iodchlorid-Lösung lässt sich außerdem die Iodzahl bestimmen.[1]

Sicherheitshinweise

Iodchlorid ist allgemein ätzend, die Dämpfe/Aerosole verursachen Husten, Atemnot und Schleimhautreizungen. Die niedrigste bekannte letale Dosis beträgt oral bei Ratten 50 mg/kg Körpergewicht, beziehungsweise 500 mg/kg bei der Aufnahme durch die Haut.[8]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Dr. Bernd Dill (Hrsg.), Prof. Dr. Fred Robert Heiker (Hrsg.), Prof. Dr. Andreas Kirschning (Hrsg.): Römpp Chemie Lexikon. 9. Auflage, Band 3, Georg Thieme Verlag, 1992 ISBN 978-3137348092 Seite 2019
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Eintrag zu Iodchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 14. März 2009 (JavaScript erforderlich).
  3. 3,0 3,1 Datenblatt Iodine monochloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 5. April 2011.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 3. Auflage, Band 1, Seite 370/371
  6. Arnold Frederik Holleman, Egon Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie/Holleman-Wiberg. 57.-70. Auflage. Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin 1964; Seite 132.
  7. orgsyn.org (englisch)
  8. Datenblatt Iodchlorid bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.

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