Iodpentafluorid

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Strukturformel
Struktur von Iodpentafluorid
Allgemeines
Name Iodpentafluorid
Summenformel IF5
CAS-Nummer 7783-66-6
PubChem 522683
Kurzbeschreibung

farblose, an der Luft rauchende, stechend riechende Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 221,9 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

3,21 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

9,4 °C[2]

Siedepunkt

100,5 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Iodpentafluorid ist eine Interhalogenverbindung, die aus den Elementen Iod und Fluor im Verhältnis 1:5 besteht.

Eigenschaften

Iodpentafluorid hat die Geometrie einer quadratischen Pyramide

Iodpentafluorid ist eine hochreaktive, stechend riechende, farblose und an der Luft rauchende Flüssigkeit, die die Atmungsorgane heftig angreift[4] und mit wasserstoffreichen organischen Verbindungen unter Flammenerscheinung und Bildung von Fluorwasserstoffsäure reagiert. Mit Lewis-Säuren und -Basen bildet sie die korrespondierenden Salze. Sie besitzt eine Verdampfungswärme von 41,37 kJ/mol und eine Schmelzwärme von 15,91 kJ/mol.
Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 1,53·10−3S/m.

Iodpentafluorid ist hydrolyseempfindlich und reagiert mit Wasser zu Iodsäure und Fluorwasserstoff:

$ \mathrm{IF_5 + 3 \ H_2O \rightarrow \ IO_2F + 4 \ HF + H_2O \rightarrow \ HIO_3 + 5 \ HF} $

Herstellung

Iodpentafluorid kann aus den Elementen hergestellt werden, indem man Iod in Fluor verbrennt.

Verwendung

Iodpentafluorid wird als fluorierendes Reagens in der organischen Chemie und als Ätzmittel in der Halbleiterindustrie eingesetzt.

Einzelnachweise

  1. Thieme Römpp Online, abgerufen am 17. Januar 2012.
  2. 2,0 2,1 2,2 Datenblatt bei solvay-fluorides.com (PDF).
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Dr. Bernd Dill (Hrsg.), Prof. Dr. Fred Robert Heiker (Hrsg.), Prof. Dr. Andreas Kirschning (Hrsg.): Römpp Chemie Lexikon. 9. Auflage, Band 3, Georg Thieme Verlag, 1992, ISBN 978-3-13-734809-2, S. 2019.

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