Eisen(III)-bromid


Eisen(III)-bromid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Eisen(III)-bromid
__ Fe3+     __ Br
Allgemeines
Name Eisen(III)-bromid
Andere Namen
  • Eisentribromid
  • Eisenbromid (mehrdeutig)
  • Ferrum bromatum (mehrdeutig)
Verhältnisformel FeBr3
CAS-Nummer 10031-26-2
PubChem 25554
Kurzbeschreibung

braun-roter kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 295,56 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,5 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

200 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-37/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Eisen(III)-bromid ist eine chemische Verbindung des Eisens und zählt zu den Bromiden.

Gewinnung und Darstellung

Eisen(III)-bromid kann durch Reaktion von Eisen mit Brom erzeugt werden.

$ \mathrm{2 \ Fe + 3 \ Br_2 \longrightarrow 2 \ FeBr_3} $

Es kann auch bei der Aufbereitung von Kalisalzen gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Eisen(III)-bromid zersetzt sich bei Temperaturen > 200 °C zu Eisen(II)-bromid und Brom. Die Reaktion ist bei niedrigerer Temperatur umkehrbar.

$ \mathrm{2 \ FeBr_3 \longrightarrow 2 \ FeBr_2 + Br_2} $

Eisen(III)-bromid besitzt ein hexagonales Kristallsystem mit der Raumgruppe R-3. Die Zellabmessungen betragen a = 639,7 pm und c = 1837,5 pm.[5]

Verwendung

Eisenbromid wird als Katalysator (Lewis-Säure) bei aromatischen Substitutionen (z.B. Elektrophile aromatische Substitution, Bromierung von Benzol) eingesetzt.[6]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Eisentribromide bei WebElements.
  2. 2,0 2,1 2,2 Datenblatt Iron(III) bromide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. März 2011.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Kalisalzlager in Usbekistan.
  5. Armbruster, M., Ludwig, Th., Rotter, H. W., Thiele, G. and Oppermann, H.: Über Eisentribromid: Untersuchungen von Gleichgewichten, Kristallstruktur und spektroskopische Charakterisierung. Z. anorg. allg. Chem., 2000, 626: 187–195. doi:10.1002/(SICI)1521-3749(200001)626:1<187::AID-ZAAC187>3.0.CO;2-X
  6.  Hermann Bünte, Klaus Bünte: “Das” Spektrum der Medizin: illustriertes Handbuch von den Grundlagen bis .... Schattauer Verlag, 2004, ISBN 379452374-1, S. 154 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).