Palladium(II)-sulfid


Palladium(II)-sulfid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Palladium(II)-sulfid
__ Pd2+     __ S2−
Allgemeines
Name Palladium(II)-sulfid
Andere Namen
  • Palladiumsulfid
Verhältnisformel PdS
CAS-Nummer 12125-22-3
PubChem 82926
Kurzbeschreibung

braunes Pulver, als Mineral blaue Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 138,486 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

6,7 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

950 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser und Säuren[2], in (NH4)2S löslich[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][6]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-37-60
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Palladium(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung der Elemente Palladium und Schwefel. Es ist ein braunes Salz, das sich bei 950 °C zersetzt.

Vorkommen

Palladium(II)-sulfid kommt in der Natur als blaues Mineral Vysotskit[7] vor.

Gewinnung und Darstellung

Palladium(II)-sulfid kann aus den Elementen gewonnen werden[3]:

$ \mathrm{Pd + S \longrightarrow PdS} $
Beim Erwärmen von Palladium mit Schwefel bildet sich beim Molverhältnis 1:1 Palladium(II)-sulfid.

Man kann es auch durch Versetzen von Palladium(II)-Salzlösungen mit Schwefelwasserstoff erhalten (hier als Beispiel Palladium(II)-chlorid)[2]:

$ \mathrm{PdCl_2 + H_2S \longrightarrow PdS + 2\ HCl} $

Eigenschaften

Palladium(II)-sulfid kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem in der Raumgruppe P42/m mit den Gitterparametern a = 643 pm und c = 661 pm sowie acht Formeleinheiten pro Elementarzelle.[8]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Palladium(II)-sulfid bei webelements.com
  2. 2,0 2,1 Palladium bei harri-deutsch.de
  3. 3,0 3,1 Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, S. 1734.
  4. 4,0 4,1 Datenblatt Palladium(II) sulfide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. April 2011.
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. Datenblatt Palladium(II)-sulfid bei AlfaAesar, abgerufen am 2. Juni 2010 (JavaScript erforderlich).
  7. Mineralienatlas:Vysotskit
  8. N. E. Brese, P. J. Squattrito, J. A. Ibers: Reinvestigation of the structure of PdS. In: Acta Cryst. C 1985, 41, S. 1829-1830, doi:10.1107/S0108270185009623.