Dimethylsulfit


Dimethylsulfit

Strukturformel
Struktur von Dimethylsulfit
Allgemeines
Name Dimethylsulfit
Andere Namen
  • Methylsulfit
  • Dimethoxysulfoxid
  • Schwefligsäuredimethylester
  • DMS
Summenformel C2H6O3S
CAS-Nummer 616-42-2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 110,13 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,21 g·cm−3 (20 °C) [1]

Siedepunkt

126–127 °C [1]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4083 (20 °C, 589 nm) [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 226-315-319-335
P: 210-​302+352-​304+340-​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 10-36/37/38
S: 26
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dimethylsulfit ist der Dimethylester der schwefligen Säure. Die häufig verwendete Abkürzung DMS ist nicht eindeutig, da sie ebenso für Dimethylsulfat verwendet wird. Eine Verwechslung der Stoffe ist wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften gefährlich. Dimethylsulfit ist das einfachste organische Sulfit.

Gewinnung und Darstellung

Obwohl sich Dimethylsulfit formal von der schwefligen Säure ableitet wird die durch Reaktion von Thionylchlorid und Methanol hergestellt.

$ \mathrm{OSCl_2 + 2 \; CH_3OH \rightarrow OS(OCH_3)_2 + 2 \; HCl} $

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Datenblatt Dimethylsulfit bei Merck, abgerufen am 25. März 2011.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.