Apramycin


Apramycin

Strukturformel
Struktur von Apramycin
Allgemeines
Freiname Apramycin
Andere Namen
  • 4-O-((8R)-2-Amino-8-O-
    (4-amino-4-desoxy-α-D-glucopyranosyl)-
    2,3,7-trideoxy-7-(methylamino)-D-
    glycero-α-D-allo-octodialdo-
    1,5:8,4-dipyranos-1-yl)-desoxy-D-streptamin
  • (2R,3R,4R,5S,6R)-5-Amino-
    2-[((1R,2R,3R,4R,6R,8R)-
    8-amino-9-[(1R,2S,3R,4R,6R)-4,6-diamino-
    2,3-dihydroxy-cyclohexyl]oxy-2-hydroxy-3-methylamino-
    5,10-dioxabicyclo[4.4.0]dec-4-yl)oxy]
    -6-(hydroxymethyl)oxan-3,4-diol
Summenformel C21H41N5O11
CAS-Nummer
  • 37321-09-8
  • 65710-07-8 (als Sulfat-Salz)
PubChem 71428
ATC-Code

QA07AA92

Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antibiotikum, Aminoglykoside

Verschreibungspflichtig: ja
Eigenschaften
Molare Masse 539,58 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315-319-360
P: 201-​305+351+338-​308+313 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]

T
Giftig
R- und S-Sätze R: 61-35
S: 53-26-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Apramycin ist ein Aminoglycosidantibiotikum, das ausschließlich in Tierarzneimitteln Verwendung findet. In Ländern der europäischen Union ist Apramycin für Schweine, Kaninchen, Schafe, Rinder und Hühner zugelassen. Nicht angewendet werden darf es bei Tieren, von denen Eier oder Milch für den menschlichen Verzehr gewonnen werden.

Beispiele für Anwendungsgebiete:[3]

  • Kalb: Infektionen durch Coliforme Bakterien und Salmonellen
  • Lamm: Infektionen durch Coliforme Bakterien
  • Schwein: Bakterielle Enteritis
  • Geflügel: Septikämie durch Escherichia coli

Handelsnamen

Apralan

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Datenblatt Apramycin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. März 2011.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. http://www.emea.europa.eu/pdfs/vet/mrls/052698en.pdf
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