Ammoniumeisen(III)-sulfat

Ammoniumeisen(III)-sulfat

Strukturformel
Ammonium-Ion Eisen(III)-Ion $ \mathrm {\ {\Biggl [}} $ Sulfat-Ion $ \mathrm {\ \!\ {\Biggr ]}_{2}} $
Allgemeines
Name Ammoniumeisen(III)-sulfat
Andere Namen
  • Ammoniumeisenalaun
  • Eisenalaun
  • Eisenammoniumalaun
Summenformel
  • FeH4NO8S2
  • NH4Fe(SO4)2
CAS-Nummer
  • 10138-04-2
  • 7783-83-7 (Dodecahydrat)
Kurzbeschreibung

farbloser, durch Spuren von Mangan oft blassvioletter Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse
  • 266,00 g·mol−1 wasserfrei
  • 482,19 g·mol−1 Dodecahydrat
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,71 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

39−41 °C[2]

Löslichkeit

sehr gut in Wasser (1240 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]

Dodecahydrat

07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319
P: 280-​305+351+338-​302+352-​321-​362-​332+313Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]

Dodecahydrat

Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 36/38
S: 26-37-60
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Ammoniumeisen(III)-sulfat, ist ein Salz bestehend aus Eisen- Ammonium- und Sulfationen. Es besitzt die Formel NH4Fe(SO4)2.

Eigenschaften

Ammoniumeisen(III)-sulfat bildet wasserlösliche, blassviolette kubische Kristalle mit der Dichte von 1,71 g/cm3 und einer molaren Masse von 266,0 g/mol. Mit Kaliumhexacyanoferrat(II), dem gelben Blutlaugensalz, bildet es Berliner Blau. Es ist auch ein Dodecahydrat NH4Fe(SO4)2 · 12H2O mit einem Schmelzpunkt zwischen 39 und 41 °C bekannt, welches beim Erwärmen ab 230 °C in die wasserfreie Form übergeht.

Verwendung

Verwendung findet das Ammoniumeisen(III)-sulfat als Indikator bei Titrationen nach Volhard. Des Weiteren kommt es als Beize in der Textilindustrie und in der Medizin als Adstringens zum Einsatz.

Ammoniumeisen(III)-sulfat Dodecahydrat


Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Helmut Sitzmann: Ammoniumeisen(III)-sulfat. In: Roempp Online - Version 3.5. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, Stand August 2004.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Datenblatt Ammoniumeisen(III)-sulfat bei AlfaAesar, abgerufen am 1. Februar 2012 (JavaScript erforderlich).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.