Adstringens

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Ein Adstringens (von lat.: adstringere „anziehen, zusammenziehen, festschnüren“; Plural: Adstringentien oder Adstringenzien, Betonung auf der dritten Silbe) ist ein Mittel, das beim Auftreffen auf Haut oder Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend, blutstillend und entzündungshemmend wirkt und zur Verdichtung des kolloiden Gefüges führt.

Adstringentien werden arzneilich verwendet, um Blutungen aus kleinen Blutgefäßen zu stillen (Alaunstift) oder in der Behandlung von entzündlichen, nässenden und juckenden Hauterkrankungen. In der Kosmetik werden Adstringentien zur Herstellung von schweißhemmenden Deodorantien benutzt.

Beispiele für adstringierende Stoffe sind etwa Silbernitrat, Toluol- und Phenolsulfonsäurepolykondensate (Policresulen) sowie die Tannine. Letztere stellen die adstringierend wirksamen Bestandteile natürlicher Gerbstoffe dar.

In der Weinsprache bezeichnet die Adstringenz die Fähigkeit eines Weines, in der Mundhöhle und im Rachen einen trigeminalen Reiz auszulösen, der ein "raues" bzw. "pelziges" Mundgefühl verursacht.

Literatur

  •  Peter Altmeyer: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Berlin, 1998, ISBN 978-3540619321. (Eintrag: Adstringentien)

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