Turhan Baytop

Erweiterte Suche

Turhan Baytop (* 20. Juni 1920 in Üsküdar; † 25. Juni 2002 in Istanbul) war ein türkischer Pharmakologe und Botaniker. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „T.Baytop“.

Baytop studierte bis 1948 an der Eczacı Okulu (Schule der Pharmazie) in Istanbul. 1948 promovierte er über die phytochemischen Untersuchung der Meerträubel. Von 1951 bis 1952 studierte er an der Pharmazeutischen Fakultät in Paris. 1963 wurde er Professor der Pharmakognosie an der Universität Istanbul. Dort war er zwischen 1963 und 1987 Dekan der Pharmazeutischen Fakultät. Baytop wurde 1987 emeritiert.

Baytop sammelte mehr als zehntausend getrocknete Pflanzen, die in das Herbarium der Universität Istanbul aufgenommen wurden. Darüber hinaus schenkte er den Herbarien der Royal Botanic Gardens Kew und dem Botanischen Garten Edinburgh weitere Pflanzenmuster. Er beschäftigte sich vor allem mit der Bestimmung von Pflanzen aus der Türkei. Insbesondere galt solchen mit medizinischem Wert sein Interesse, so z.B. Zeitlose, Fingerhut und Mohn. Auch war er spezialisiert auf Knollengewächse der Familien der Lilien, Schwertlilien und Narzissen.

Baytop war verheiratet mit Asuman Baytop, die ebenfalls Professorin war. Beider Tochter Feza Günergun ist heute Wissenschaftshistorikerin. Nach Baytop, bzw. dem Ehepaar Baytop, wurden verschiedene Pflanzen benannt, so z. B. Allium baytopiorum, Astragalus baytopianus, Colchicum baytopiorum, Crocus baytopiorum, Galium baytopiorum, Nepeta baytopii und Stachys baytopiorum.

Literatur (Auswahl)

  • Türkiye’de Bitkiler ile Tedavi. İstanbul Üniversitesi Yayınları, Istanbul 1984, ISBN 975-420-021-1.
  • The Bulbous Plants of Turkey. Batsford Ltd, London 1984, ISBN 0-7134-4517-3.
  • Türk Eczacılık Tarihi. İstanbul Üniversitesi Yayınları, Istanbul 1985.
  • İstanbul Lalesi. Kültür Bakanlığı Yayınları, Ankara 1992.
  • Türkçe Bitki Adları Sözlüğü. Türk Dil Kurumu Yayınları, Ankara 1994.
  • Eczâhâne’den Eczane’ye. Türkiye’de Eczaneler ve Eczacılar (1800–1923). Bayer Türk Sağlık Ürünleri Bölümü Yayını, Istanbul 1995.
  • Laboratuvar’dan Fabrika’ya. Türkiye’de İlaç Sanayii (1833–1954). Bayer Türk Sağlık Ürünleri Bölümü Yayını, Istanbul 1997.
  • Türk Eczacılık Tarihi Araştırmaları. Abdi İbrahim İlaç Sanayi ve Ticaret A.Ş. Yayını, Istanbul 2000.
  • Türkiye’de Eski Bahçe Gülleri. Kültür Bakanlığı Yayınları, Ankara 2001.
  • İstanbul Florası Araştırmaları. Eren Yayıncılık, Istanbul 2002.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

25.11.2021
Sonnensysteme | Exoplaneten
Wenig Kollisionsgefahr im Planetensystem TRAPPIST-1
Sieben erdgrosse Planeten umkreisen den Stern TRAPPIST-1 in nahezu perfekter Harmonie.
23.11.2021
Optik
„Maßgeschneidertes“ Licht
Ein Forscherteam entwickelt erstmals ein Lichtfeld, welches die Struktur des vierdimensionalen Raums widerspiegelt.
15.11.2021
Schwarze Löcher
Woher kommt das Gold?
Wie werden chemische Elemente in unserem Universum produziert?
08.11.2021
Teilchenphysik
Neue Einblicke in die Struktur des Neutrons
Sämtliche bekannte Atomkerne und damit fast die gesamte sichtbare Materie bestehen aus Protonen und Neutronen – und doch sind viele Eigenschaften dieser allgegenwärtigen Bausteine der Natur noch nicht verstanden.
08.11.2021
Physikdidaktik | Strömungsmechanik
Warum Teekannen immer tropfen
Strömungsmechanische Analysen der TU Wien beantworten eine alte Frage: Wie kommt es zum sogenannten „Teapot-Effekt“?
05.11.2021
Teilchenphysik | Thermodynamik
Elektronen-Familie erzeugt bisher unbekannten Aggregatzustand
Ein internationales Forschungsteam des Exzellenzclusters ct.
04.11.2021
Galaxien | Schwarze Löcher
Jet der Riesengalaxie M87
In verschiedenen Wellenlängen lässt sich ein gigantischer Teilchenstrahl beobachten, der von der Riesengalaxie M87 ausgestoßen wird.
04.11.2021
Galaxien
Am weitesten entfernter Nachweis von Fluor in sternbildender Galaxie
Eine neue Entdeckung gibt Aufschluss darüber, wie Fluor – ein Element, das in unseren Knochen und Zähnen als Fluorid vorkommt – im Universum entsteht.
02.11.2021
Monde | Kometen und Asteroiden
Planetologen erforschen schweres Bombardement des Mondes vor 3,9 Milliarden Jahren
Der Mond war vor 3,9 Milliarden Jahren einem schweren Bombardement mit Asteroiden ausgesetzt.
29.11.2021
Optik | Quantenoptik
Nur durch Billiardstel Sekunden getrennt
Ultrakurze Lichtblitze dauern weniger als eine Billiardstel Sekunde und haben eine wachsende technologische Bedeutung.