Khellinin


Khellinin

Strukturformel
Struktur von Khellinin
Khellosid (Glycosid von Khellol)
Allgemeines
Name Khellinin
Andere Namen
  • Khellosid
  • Khellolglycosid
Summenformel C19H20O10
CAS-Nummer
  • 17226-75-4 (Khellosid)
  • 82-02-0 (Khellin)
PubChem 28404
Kurzbeschreibung

gelbliches Kristallpulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 444,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

179 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
LD50
  • 178 mg·kg−1 (Maus, intramuskulär)[4][5]
  • 1469 mg·kg−1 (Ratte, oral)[4][5]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Das Khellinin oder Khellosid ist ein herzwirksames Glycosid von Chromon-Derivaten verschiedener Pflanzen wie des Bischofskrauts (Ammi visnaga) und des Winterlings (Eranthis hyemalis). Das Aglycon des Khellinin ist das Khellol. Das weiße bis gelbliche, geruchlose Khellinin ist löslich in Essigsäure und heißem Ethanol, aber wenig in Wasser. Das ebenfalls im Bischofskraut vorhandene, verwandte Khellin ist hochtoxisch.[6]

Bei Primaten (wie etwa Makaken Cynomolgus bzw. Macaca fascicularis) konnte Khellinin die Plasmakonzentration von LDL- und HDL-Lipoproteinen senken.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1  Max Daunderer: Klinische Toxikologie. Giftinformation, Giftnachweis, Vergiftungstherapie. ecomed, 1988, ISBN 3-609-70000-9.
  2. 2,0 2,1 2,2 F. v. Bruchhausen, M. Albinus, H. Hager: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Folgeband 4: Stoffe A-K. 5. Auflage. Springer, 1999, ISBN 3-540-62644-1, S. 762.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. 4,0 4,1 Khellinin bei ChemIDplus.
  5. 5,0 5,1 Journal of Drug Research. Vol. 7(2), Pg. 1, 1975.
  6. Datenblatt Khellin bei Carl Roth, abgerufen am 17. März 2010.

Literatur

  • K. Samaan, A. M. Hossein: The existence in Ammi visnaga of a cardiac depressant principle visammin and a cardiac stimulant glycoside khellinin. In: J Egypt Med Assoc. 33 (12) 1950, S. 953–960. PMID 14814677
  • A. Sibille u. a.: Clinical trial of a new coronary vasodilator: khellinin. In: Brux Med. 34 (9) 1954, S. 367–71. PMID 13140893
  • Egon Stahl, Werner Schild (1986): Isolierung und Charakterisierung von Naturstoffen. Gustav Fischer Verlag, ISBN 3-437-30511-5, S. 114.