Eriochromblauschwarz R


Eriochromblauschwarz R

Strukturformel
Strukturformel von Eriochromblauschwarz R
Allgemeines
Name Eriochromblauschwarz R
Andere Namen
  • Calcon (Handelsname)
  • 1-(2-Hydroxy-1-naphthylazo)- 2-naphthol-4-sulfonsäure Natriumsalz (IUPAC)
  • Palatinchromschwarz 6 BN
  • C.I. 15705
  • C.I. Mordant Black 17
Summenformel C20H13N2NaO5S
CAS-Nummer 2538-85-4
PubChem 23670766
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 416,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

löslich in Wasser: 20 g·l−1 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-37/39
LD50

180 mg·kg−1(Maus, i.v.)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Eriochromblauschwarz R, auch Calcon, ist ein wasserlöslicher Azofarbstoff, der als Komplexometrie-Indikator für Kupfer, Aluminium, Eisen und Zirkonium eingesetzt wird. Er hat strukturelle Ähnlichkeit mit Azorubin.

Eigenschaften und Verwendung

Calcon ist ein dunkelbraun bis schwarzviolett gefärbtes Pulver, das in Wasser mit blauvioletter Farbe löslich ist. Eine Verminderung des pH-Wertes durch Säurezugabe bewirkt eine Aufhellung der Farbe.[4] Der Farbstoff ist der Calconcarbonsäure strukturell ähnlich und bildet sehr stabile Komplexe mit Al(III)-Ionen. Er kann daher zur sehr empfindlichen voltammetrischen Aluminiumbestimmung etwa in Trinkwasser verwendet werden; die Empfindlichkeit liegt dabei bei etwa 5 μg·l−1 Lösung.[5]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Datenblatt Eriochromblauschwarz R bei Acros, abgerufen am 21. Februar 2010.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Datenblatt Calcon bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. März 2011.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Chemikalienlexikon: Eriochromblauschwarz R.
  5. Metrohm-Ionenanalytik: Voltammetrische Aluminiumbestimmung.