Energieoperator

Energieoperator

Der Energieoperator ist das mathematische Objekt, das in der Quantenmechanik die Messung der (kanonischen) Energie darstellt.

Definition

Einem physikalischen System (Teilchen) wird je nach Präparation ein Zustandsvektor Ψ zugewiesen. Solch ein Zustandsvektor ist Element eines Hilbertraumes H und die Observablen werden durch selbstadjungierte lineare Operatoren auf diesem Raum dargestellt.

Der Energieoperator ist dabei der Operator, der den Mittelwert (Erwartungswert) der Messergebnisse bei Messung der Energie des Teilchens im Raum beschreibt.

Ortsdarstellung

In der so genannten Ortsdarstellung ist der Hilbertraum H der Raum der quadratintegrablen Funktionen über dem Ortsraum. Ein Zustandsvektor Ψ wird in diesem Fall durch die Wellenfunktion ψ(𝐱) beschrieben. Der Operator 𝐄^, der die obige Gleichung erfüllt ist im Falle der zeitunabhängigen Darstellung der Schrödinger-Gleichung schlicht als 𝐄^ gegeben, im Falle der zeitabhängigen Darstellung hingegen durch die partielle Ableitungen nach der Zeit, d.h. einen Differentialoperator gegeben mit dem Vorfaktor it oder it.

E^(x^)=ψ(𝐱,𝐭)itψ(𝐱,𝐭)d3x.ψ(𝐱,𝐭)|E^|ψ(𝐱,𝐭) (dreidimensional)

Impulsdarstellung

Im Impulsraum stellt sich der Energieoperator in der nichtrelativistischen Quantenmechanik dar, wie es aus der Beziehung zwischen Impuls und kinetischer Energie aus der klassischen Mechanik E=p22m zu erwarten ist:

E^=p^22m

Eigenschaften

ΔEΔt2
Das ist keine Heisenbergsche Unschärferelation im eigentlichen Sinne zwischen nichtvertauschbaren Observablen, da es in der Quantenmechanik keinen Zeitoperator gibt.