Bundesamt für Strahlenschutz


52.15113888888910.331Koordinaten:

52° 9′ 4″ N, 10° 19′ 52″ O

Bundesamt für Strahlenschutz
– BfS –
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde(n) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Gründung November 1989
Hauptsitz Salzgitter
Behördenleitung Wolfram König, Präsident[1]
Anzahl der Bediensteten 708 (Stand 2009)
Haushaltsvolumen ca. 305 Mio. Euro (2009)
Website www.bfs.de
Bundesamt für Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (Abk.: BfS) ist die für den Strahlenschutz zuständige deutsche Bundesbehörde. Das Amt wurde im November 1989 gegründet und hat seinen Sitz in Salzgitter; Außenstellen befinden sich in Berlin, Bonn, Freiburg im Breisgau, Gorleben, Oberschleißheim (OT Neuherberg) und Rendsburg. Es hat 708 Mitarbeiter und einen Jahresetat von rund 305 Millionen Euro (Stand 2009).[2]

Strukturen

Das Amt ist dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstellt. Das BfS wird durch einen Präsidenten geleitet, der in Abwesenheit von einem Vizepräsidenten vertreten wird. Seit 1999 ist der Präsident Wolfram König, sein Vorgänger (1989-1999) war Alexander Kaul. Das BfS wird in den Präsidialbereich, der direkt dem Präsidenten unterstellt ist, die Zentralabteilung und vier Fachbereiche unterteilt.

  • Fachbereich SK - Sicherheit in der Kerntechnik
  • Fachbereich SE - Sicherheit nuklearer Entsorgung
  • Fachbereich SG - Strahlenschutz und Gesundheit
  • Fachbereich SW - Strahlenschutz und Umwelt

Rechtliche Grundlage

Sonde zur Messung der Umweltradioaktivität

Das Amt nimmt Vollzugsaufgaben des Bundes wahr. Es erfüllt Aufgaben auf den Gebieten des Strahlenschutzes, der kerntechnischen Sicherheit, der Beförderung radioaktiver Stoffe und deren Zwischenlagerung bzw. Endlagerung. Die Arbeit des BfS basiert auf den folgenden Gesetzen und Verordnungen:

  • Atomgesetz (AtG)
  • Atomrechtliche Abfallverbringungsverordnung (AtAV)
  • Atomrechtliche Deckungsvorsorgeverordnung (AtDeckV)
  • Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV)
  • Atomrechtliche Verfahrensverordnung (AtVfV)
  • Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)
  • Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG)
  • Röntgenverordnung (RöV)
  • Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG)
  • 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 26)
  • Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)
  • Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)
  • Endlagervorausleistungsverordnung (EndlagerVlV)
  • Gesetz über die Errichtung eines Bundesamtes für Strahlenschutz (BfSEG)

Aufgaben

Das Amt kümmert sich vor allem um den Schutz vor ionisierenden Strahlen, beschäftigt sich zunehmend aber auch mit dem Schutz vor elektromagnetischen Strahlen. Zu den Hauptaufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz gehört es, Menschen und Umwelt vor Schäden durch ionisierende und nichtionisierende Strahlung zu bewahren, über mögliche Gefahren aufzuklären und die wissenschaftliche Forschung zu verfolgen und neue Erkenntnisse praktisch umzusetzen. Daraus ergeben sich weitere Aufgaben in den folgenden Bereichen:

Ausserdem betreibt das BfS Forschung[3] und das Atommüllendlager Asse II[4].

Siehe auch

  • Atomwaffen-Teststoppvertrag (seit 1996 in Vorbertg.)
  • Sicherheit von Kernkraftwerken
  • Messstation Schauinsland
  • ODL-Messnetz zum Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung
  • IMIS

Weblinks

Quellen

  1. www.bfs.de Organigramm des BfS (PDF). Aufgerufen am 14. Dezember 2011.
  2. Jahresbericht 2009 des Bundesamtes für Strahlenschutz, S. 96/97
  3. Website des BfS: Forschung
  4. Website des Endlagers Asse II: Der Betreiber

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