Bifenox


Bifenox

Strukturformel
Strukturformel von Bifenox
Allgemeines
Name Bifenox
Andere Namen
  • Methyl-5-(2',4'-dichlorphenoxy)-2-nitrobenzoat
  • 5-(2',4'-Dichlorphenoxy)-2-nitrobenzoesäuremethylester
Summenformel C14H9Cl2NO5
CAS-Nummer 42576-02-3
PubChem 39230
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 342,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,35 mg/l bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273-​501 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Umweltgefährlich
Umwelt-
gefährlich
(N)
R- und S-Sätze R: 50/53
S: 60-61
LD50

6400 mg·kg−1 (oral Ratte)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Bifenox ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Diphenylether und Dichlorphenoxybenzoesäurederivate.

Eigenschaften

Bifenox ist ein gelber Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Bifenox wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.[1] Wie die verwandten Fluoridifen, Oxyfluorfen und Chlomethoxynil werden Diphenylether-Herbizid als Kontaktherbizide eingestuft.[4] Bifenox ist ein Protoporphyrinogen-Oxidasehemmer und wirkt über die jungen Sprossteile, Blätter und teilweise über die Wurzeln von breiblättrigen Unkräutern und Gräsern. Die freiwerdenden Peroxide zerstören die Zellmembranen der Unkrautpflanzen und führen zum Absterben des Gewebes. Zudem wirkt Bifenox auch hemmend auf die Photosynthese. Die Wirkung wird durch hohe Lichtintensität und Stoffwechselaktivität.[5] verstärkt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind für den Einsatz gegen Unkräuter beim Anbau von Getreide und Raps bifenoxhaltige Pflanzenschutzmittel zugelassen. In der Schweiz können einige dieser Pflanzenschutzmittel auch bei Zierrasen und auf Obstplantagen verwendet werden.[6]

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Eintrag zu CAS-Nr. 42576-02-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. Juni 2011 (JavaScript erforderlich).
  2. 2,0 2,1 Datenblatt Bifenox bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. Juni 2011.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Kwesi Ampong-Nyarko,Surajit K. De Datta: A handbook for weed control in rice
  5. fcs-feinchemie: Bifenox Einsatz
  6. Nationale Pflanzenschutzmittelverzeichnisse: Schweiz, Österreich, Deutschland; abgerufen am 5. Juni 2011