Zinkfluorid

Zinkfluorid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinkfluorid
__ Zn2+ __ F
Allgemeines
Name Zinkfluorid
Andere Namen

Zink(II)-fluorid

Verhältnisformel ZnF2
CAS-Nummer
  • 7783-49-5
  • 13986-18-0 (Tetrahydrat)
PubChem 24551
Kurzbeschreibung

durchsichtige, monokline Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 103,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,95 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

872 °C[2]

Siedepunkt

1500 °C[3]

Löslichkeit
  • schwer löslich in Wasser, löslich in Salzsäure, Salpetersäure und Ammoniak[4]
  • Tetrahydrat wenig löslich in Wasser (15 g·l−1 bei 20 °C)[5]
Brechungsindex

1,502[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315-318-335
P: 261-​280-​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 37/38-41
S: 26-39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Zinkfluorid ist eine chemische Verbindung von Zink und Fluor aus der Gruppe der Halogenide.

Gewinnung und Darstellung

Zinkfluorid kann durch direkte Reaktion von Zink mit Fluor[7] oder durch Reaktion von Fluorwasserstoff mit Zink unter Entstehung von Wasserstoff (H2) gewonnen werden.[7] Es kommt auch als Tetrahydrat vor. Alternativ ist auch die Gewinnung aus Fluorwasserstoff und Zinkcarbonat möglich.[4]

$ \mathrm {ZnCO_{3}+2\ HF\rightarrow ZnF_{2}+CO_{2}+H_{2}O} $

Eigenschaften

Zinkfluorid hat eine Rutil-Kristallstruktur (Raumgruppe P42/mnm) mit sechs Zinkatomen was (im Gegensatz zu den anderen Zinkhalogeniden) zu einer ionischen Bindung und der schlechten Löslichkeit in Wasser führt.[7] Zinkfluorid hydrolysiert in heißen Wasser zu Zinkhydroxidfluorid Zn(OH)F.[8]

Verwendung

Zinkfluorid dient als Holzschutzmittel[9] und kann zur Herstellung von anderen Fluorverbindungen wie Phosphortrifluorid verwendet werden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.5. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2009.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Datenblatt Zinc fluoride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. November 2012.
  3. 3,0 3,1 Jean de Ans, Ellen Lax: Taschenbuch Fur Chemiker Und Physiker: Band 3: Elemente, Anorganische .... Springer DE, 1998, ISBN 354060035-3, S. 810 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  4. 4,0 4,1 Brauer, Georg - Handbuch Der Präparativen Anorganischen Chemie, ISBN 3-432-02328-6.
  5. Datenblatt Zinkfluorid (Tetrahydrat) bei AlfaAesar, abgerufen am 15. August 2010 (JavaScript erforderlich).
  6. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  7. 7,0 7,1 7,2 Norman N. Greenwood, A. Earnshaw: Chemistry of the Elements. 2. Auflage, Butterworth-Heinemann, Oxford 1997, ISBN 0-7506-3365-4.
  8. K SRIVASTAVA, EA SECCO: Studies on metal hydroxy compounds. I. Thermal analyses of zinc derivatives e-Zn(OH)2, Zn5(OH)8C12.H20, ß- ZnOHC1, and ZnOHF, Canadian Journal of Chemistry, 1967, S. 579–583.
  9. Erwin Riedel: Anorganische Chemie.