Sorosit


Sorosit

Sorosit
Andere Namen
  • IMA 1994-047
Chemische Formel

Cu(Sn,Sb)

Mineralklasse Elemente - Metalle und intermetallische Verbindungen
1.AC.15 (8. Auflage: I/A.01) nach Strunz
02.08.11.12 nach Dana
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin 6/mmm
Farbe fast weiß
Strichfarbe
Mohshärte 3,5
Dichte (g/cm3) 7,6 (berechnet)
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch sehr spröde
Spaltbarkeit keine
Habitus
Kristalloptik
Pleochroismus mittel bis stark, braungrau bis blaugrau

Sorosit ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Metalle, Legierungen und intermetallischen Legierungen. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem mit der chemischen Formel Cu(Sn,Sb) und bildet fast weiße bis zu 0,4 mm große hexagonale Einschlüsse in Zinn. In reflektierendem Licht erscheint das Mineral leicht pinkfarben.

Etymologie und Geschichte

Sorosit wurde erstmals 1994 in der Goldfundstelle Baimka auf der Tschuktschen-Halbinsel im fernen Osten Russlands gefunden. Das Mineral ist nach dem amerikanischen Bankier George Soros benannt. Mit dieser Benennung sollte Soros' Hilfe für die russische Wissenschaft gewürdigt werden.

Klassifikation

In der Systematik nach Strunz wird Sorosit uneinheitlich klassifiziert. Nach der 8. Auflage bildet dabei zusammen mit Breithauptit, Cherepanovit, Freboldit, Hexatestibiopanickelit, Kotulskit, Nickelin, Langisit, Polarit, Ruthenarsenit, Sederholmit, Sobolevskit, Stumpflit und Sudburyit eine Untergruppe der Sulfide mit einem Verhältnis von Metall zu Schwefel, Selen oder Tellur von 1:1. In der 9. Auflage bildet es eine mit Eta-Bronze und Yuanjiangit eine Untergruppe der Indium-Zinn-Familie, die zu den Metallen und intermetallischen Verbindungen zählt.

In der Systematik nach Dana ist es mit Nickelin und anderen Mineralen ein Teil der Nickelin-Gruppe, die eine Untergruppe der Sulfide, Selenide und Telluride mit der Zusammensetzung Am Bn Xp, mit (m+n):p=1:1 bildet.[1]

Bildung und Fundorte

Sorosit bildet sich als Sekundärmineral unter schwefelarmen reduzierenden Bedingungen. Es ist vergesellschaftet mit Zinn, Blei, Stistait, Herzenbergit und Cassiterit.

Sorosit ist sehr selten, neben der Typlokalität in Russland sind Funde nur noch aus Chocó (Kolumbien) und vom mittelatlantischen Rücken bekannt.

Kristallstruktur

Potarit kristallisiert im hexagonalem Kristallsystem mit der Raumgruppe P63/mmc mit den Gitterparametern a=4,22 Å und c=5.12 Å sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. New Dana Classification of Sulfide Minerals

Literatur

  • Sorosit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf)
  • Andrei Y. Barkov et. al.: Sorosite, Cu(Sn,Sb), a new mineral from the Baimka placer deposit, western Chukotka, Russian Far East. In: American Mineralogist. 1998, 83, S. 901–906 (pdf).

Weblinks