p-Kresidin

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Strukturformel
Strukturformel von p-Kresidin
Allgemeines
Name p-Kresidin
Andere Namen
  • 2-Methoxy-5-methylanilin (IUPAC)
  • 5-Methyl-o-anisidin
  • 3-Amino-4-methoxytoluol
  • 6-Methoxy-m-toluidin
  • 1-Amino-2-methoxy-5-methylbenzol
Summenformel C8H11NO
CAS-Nummer 120-71-8
PubChem 8445
Kurzbeschreibung

brennbarer, schwarzer bis brauner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 137,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

50–52 °C[1]

Siedepunkt

235 °C[1]

Dampfdruck

31 hPa (146 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350-302
P: 201-​305+351+338-​308+313 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 45-22
S: 53-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

p-Kresidin oder 6-Methoxy-m-toluidin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Kresidine und Anisidinderivate.

Gewinnung und Darstellung

p-Kresidin kann durch katalytische Hydrierung von 3-Nitro-4-methoxytoluol diskontinuierlich hergestellt werden.

Verwendung

p-Kresidin wird als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen (als Kupplungskomponente für Azofarbstoffe) und Pigmenten verwendet. Die Substanz darf nach reduktiver Spaltung von Azogruppen nicht von Textilien oder Ledererzeugnissen, die längere Zeit mit der menschlichen Haut direkt in Berührung kommen, freigesetzt werden (Anlage 1 der Bedarfsgegenständeverordnung).

Sicherheitshinweise

p-Kresidin ist als krebserzeugend Kategorie 2 eingestuft.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Eintrag zu CAS-Nr. 120-71-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 15. April 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. 2,0 2,1 Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 120-71-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  3. Datenblatt 2-Methoxy-5-methylaniline bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. April 2011.
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.

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