Omeiit


Omeiit

Omeiit
Chemische Formel

(Os,Ru)As2)

Mineralklasse Sulfide und Sulfosalze
2.EB.15a (8. Auflage: II/D.20) nach Strunz
02.12.02.07 nach Dana
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin dipyramidal $ 2/m\ 2/m\ 2/m $
Farbe matt stahlgrau, bei poliertem Anschliff weiß mit einem gelben Farbton in Luft, milchig gelb in Öl[1]
Strichfarbe
Mohshärte 7
Dichte (g/cm3) 11,2 (berechnet)
Glanz metallisch
Transparenz undurchsichtig
Bruch
Spaltbarkeit parallel zur Längsachse
Habitus prismatisch tafelig oder länglich

Omeiit ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Os,Ru)As2. Omeiit ist isomorph zu Anduoit (Ru,Os)As2 und bildet mit diesem durch Abnahme von Osmium und Zunahme von Rubidium eine Kristallreihe. Es bildet prismatisch tafelige oder längliche Kristalle im Mikrometerbereich aus.

Etymologie und Geschichte

Omeiit (chinesisch 峨眉矿 Emeikuang) wurde 1978 von Ren, Hu und Xu beschrieben. Das Mineral wurde ohne Prüfung durch die Commission on new Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC) veröffentlicht, ist jedoch durch die International Mineralogical Association anerkannt.

Besonderheiten

Omeiit weist einen schwachen Pleochroismus auf von gelb nach gräulich gelb. Es ist deutlich optisch anisotrop. Das Mineral ist unlöslich in Salzsäure und Salpetersäure.

Klassifikation

Nach der Systematik der Minerale nach Strunz (8. Auflage) wird das Mineral in der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze in die Markasit-Gruppe (II/D.20) gestellt, und nach der Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage) in derselben Mineralklasse in die Löllingit-Gruppe eingeordnet. Die Systematik der Minerale nach Dana rechnet den Omeiiit zu den Sulfiden mit der generellen Formel AmBnXp, mit (m+n):p = 1:2, es hat den Schlüssel 2.12.2.7.

Bildung und Fundorte

Das Mineral wurde zuerst in der Provinz Sichuan in einer unbenannten Kupfer-Nickel-Lagerstätte in Emeishan im Gebirge Emei Shan[2] entdeckt und nach dem Emei Shan benannt. Als Sulfiderz kommt es in umgewandelten ultramafischen Intrusionen zusammen mit Pyrrhotin, Pentlandit, Chalkopyrit, Violarit, Cubanit, Bornit, Sphalerit, Bleiglanz, Linnaeit, Magnetit, Testibiopalladit, Sudburyit, Michenerit, Sperrylit, Kotulskit, Gold und silberhaltigem Gold vor.

Kristallstruktur

Omeiit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der Raumgruppe Pnnm mit den Gitterparametern a = 5,409 Å, b = 6,167 Å und c = 3,021 Å, sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Mineralienatlas:Omeiit
  2. http://www.mindat.org/min-2990.html

Literatur

  • Ren Yingxin, Hu Qinde und Xu Jingao (1978): "Eine vorläufige Untersuchung des neuen Materials der Platingruppe - Omeiit OsAs2". Dizhi xuebao (Acta Geologica Sinica)] 52(2), S.163-167 (Chinesisch mit engl. Abstract).
  • Michael Fleischer, George Y. Chao und Adolf Pabst: New Mineral Names. American Mineralogist, Bd. 64, Nr. 3/4, S. 464, 1979 (pdf, 444 kB)

Weblinks