Mikroskopisch und makroskopisch


Mikroskopisch und makroskopisch

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Dieser Artikel behandelt den Begriff mikroskopisch in seiner Abgrenzung von makroskopisch. Für die Bedeutung mit Hilfe eines Mikroskops siehe Mikroskop.

Die Begriffe mikroskopisch und makroskopisch (von griechisch μικρός „klein“ bzw. griechisch μακρός „weit, groß“ und griechisch σκοπεῖν „beobachten, betrachten“) unterscheiden Sichtweisen, die sich auf das Kleine konzentrieren bzw. dieses ausblenden.

In manchen Fällen stimmt das damit überein, ob man zur Betrachtung eine Lupe oder ein Mikroskop verwendet, oder ob man sich auf die mit bloßem Auge sichtbare Strukturen beschränkt (Freisichtigkeit). In der Medizin nennt man die Betrachtung mit dem bloßen Auge Makroskopie (siehe auch Makroskopische Anatomie).

In der Physik unterscheidet man jedoch eine mikroskopische Betrachtung auf Ebene von Teilchen, bei der typische Quanteneffekte wie Interferenz der Wellenfunktion berücksichtigt werden, von einer Sichtweise aufgrund statistischer Größen gemäß dem Gesetz der großen Zahl: Makroskopisch ist ein Gas homogen, mikroskopisch dagegen besteht es aus einzelnen Molekülen mit viel leerem Raum dazwischen.

In der Festkörperphysik und Chemie wird ein Übergangsbereich als mesoskopisch (von griechisch μέσο „Mitte“) bezeichnet, in dem Materialeigenschaften zwar von der Größe des Systems abhängen, etwa aufgrund einer großen freien Weglänge, aber die große Zahl der Atome eine Auflösung des Energiespektrums in diskrete Niveaus vereitelt.