Maldonit

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Maldonit
Maldonite (Wismuthgold) - Mineralogisches Museum Bonn2.jpg
Maldonit aus der Eagle Hawk Union Mine, Maldon, Victoria (Australien)
Andere Namen
  • Wismuthgold
Chemische Formel

Au2Bi

Mineralklasse Sulfide und Sulfosalze
2.AA.40 (8. Auflage: II/A.03) nach Strunz
01.01.03.01 nach Dana
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin kubisch-hexakisoktaedrisch; 4/m32/m
Farbe silbergrau, angelaufen kupferrot bis schwarz
Strichfarbe
Mohshärte 1,5 bis 2
Dichte (g/cm3) gemessen: 15,46 ; berechnet: 15,70
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit deutlich entlang {001} und {110}
Habitus körnige bis massige Aggregate, dünne Krusten

Maldonit ist ein seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Au2Bi und bildet massive Körner oder dünne Überzüge, häufig in Verwachsungen von Gold und Bismut von silbergrauer Farbe mit pinkfarbenen Farbstich an frischen Oberflächen.

Etymologie und Geschichte

Das Mineral wurde erstmals 1869 von Georg Heinrich Friedrich Ulrich (1830–1900)[1] in der Typlokalität Nuggety Reef in Maldon im australischen Bundesstaat Victoria gefunden. Es ist nach dieser auch benannt.

Klassifikation

In der Systematik nach Strunz wird Maldonit zu den Legierungen und legierungsartigen Verbindungen, einer Untergruppe der Sulfide und Sulfosalze gezählt. Nach der 8. Auflage bildet dabei zusammen mit Bezsmertnovit und Bilibinskit eine Gruppe. In der 9. Auflage bildet es eine eigene Untergruppe der Verbindungen von Halbmetallen mit Kupfer, Silber und Gold.

In der Systematik nach Dana zählt es im Gegensatz zur Strunz-Systematik nicht zu den Sulfiden, sondern bildet eine eigene Untergruppe der metallischen Elemente außer den Platinmetallen.[2]

Bildung und Fundorte

Maldonit bildet sich unter hydrothermalen Bedingungen in Gold-Quarz-Adern und Skarnen bei Temperaturen unter 373 °C. Es ist vergesellschaftet mit Gold, Bismut, Bismuthinit, Joseit, Arsenopyrit, Löllingit, Pyrit, Pyrrhotin, Chalcopyrit, Cubanit, Scheelit, Apatit, Siderit, Calcit und Quarz.

Neben der Typlokalität und weiteren Funden in Australien sind weitere Funde aus Mariana in Brasilien, Hedley in Kanada, Coyhaique in Chile, Tongling in China, Sušice und Humpolec in Tschechien, Finnland, Bonnac und Salsigne in Frankreich, Laurion in Griechenland, der Ōsumi-Halbinsel in Japan, dem hohen Atlas in Marokko, Karibib in Namibia, Radzimowice in Polen, Nucet in Rumänien, Russland, Rustenburg in Südafrika, den US-Bundesstaaten Alaska, Kalifornien, Idaho und North Carolina, sowie Harare und Masvingo in Simbabwe.

Kristallstruktur

Maldonit kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Raumgruppe Fd3m mit dem Gitterparameter a = 7,971 Å sowie acht Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Australian Dictionary of Biography - Ulrich, Georg Heinrich Friedrich (George Henry Frederick) (1830–1900)
  2. New Dana Classification of Native Elements

Literatur

  • Maldonit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf).

Weblinks

 Commons: Maldonite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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