Liebig-Museum


Liebig-Museum

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu weiteren Museen und Gebäuden ähnlichen Namens siehe Liebighaus.
Liebig-Museum, Chemiemuseum in Gießen
Tafel: Historische Stätte der Chemie von 2003
Liebig im Analytischen Labor, um 1840 (Raum 11 des Museums)

Das Liebig-Museum ist ein 1920 in Gießen gegründetes, naturwissenschaftliches Museum, das dem Chemiker Justus Liebig gewidmet ist. Es zeigt die Arbeitsbedingungen und die Hilfsmittel jener Zeit im ehemaligen Chemischen Institut, in dem Liebig während seiner Zeit als Professor an der Gießener Universität von 1824 - 1852 gelebt und geforscht hat. Das Liebig-Museum wird zu den wichtigsten Chemiemuseen der Welt gezählt und es wurde 2003 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zur Historischen Stätte der Chemie ernannt. Das Gebäude wurde ursprünglich als Wachlokal einer Kaserne errichtet und von Liebig erweitert.

Zugänglich sind unter anderem:

  • Das „alte Labor“, woran der Kontrast zu den später errichteten Räumlichkeiten und damit die Fortentwicklung der Chemie während Liebigs Schaffensperiode deutlich wird,
  • das Wägezimmer mit Analysewaagen, die der Gießener Schreinermeister Hoss für Liebig hergestellt hat,
  • Liebigs Privatlabor und -schreibzimmer mit seinem Schreibtischstuhl, über den eine Legende sagt, dass jeder, der sich auf diesen Stuhl setzt, irgendwann einmal ein Naturwissenschaftler wird, der die Welt verändert,
  • das Pharmazeutische Labor, in dem damals die Ausbildung der Apotheker stattfand,
  • die Bibliothek, unter anderem mit sämtlichen Werken Liebigs,
  • das Analytische Labor mit Apparaturen zur Demonstration der Elementaranalyse und
  • das Auditorium, in dem Liebig seine Experimentalvorlesungen abhielt.

Literatur

Weblinks


50.5808398.666196Koordinaten:

50° 34′ 51″ N, 8° 39′ 58″ O