(Weitergeleitet von Laboratorium)
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu weiteren Bedeutungen von Labor und Laboratorium siehe Labor (Begriffsklärung).
Labor im Institut für Biochemie der Universität Köln, 2004
Chemielabor des 18. Jahrhunderts

Das Labor (ursprünglich Laboratorium, Mehrzahl meist Labore oder auch Labors, besser Laboratorien, vom lateinischen laborare = arbeiten, leiden, sich abmühen) bezeichnet einen Arbeitsplatz vor allem im Bereich der Naturwissenschaften. Im Gegensatz zum Büro wird im Labor auch praktisch gearbeitet, das heißt es werden die verschiedensten Experimente, Prozesskontrollen, Qualitätskontrollen durchgeführt und/oder es werden chemische Materialien bearbeitet sowie chemische Produkte hergestellt (Beispiel Chemielabor).

Laboratorien findet man in der Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie und Medizin, im Ingenieurwesen und in der Foto-Technik, auch in der experimentellen Psychologie und Ökonomik. Ein bekanntes Beispiel außerhalb der Naturwissenschaften ist das „Schlaflabor“.

Verbreitet befinden sich auch Laboratorien in Industriebetrieben, wo sie z. B. der Qualitätsprüfung eingehender Materialien, sowie der Überprüfung der Eigenschaften hergestellter Produkte und auch der Produktentwicklung dienen.

Die Laborausstattung hängt stark von der Art der Einrichtung ab und trägt den besonderen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Sauberkeit, Verfügbarkeit von Materialien, Werkzeugen und Geräten Rechnung. In chemischen und biochemischen Laboratorien werden viele verschiedene Glasgeräte (Rundkolben, Destillationsbrücken, Kühler, Bechergläser, etc.) benötigt, mit denen Analysen und Synthesen durchgeführt werden. Zudem wird hauptsächlich innerhalb von Abzugshauben (links im Bild) gearbeitet, in denen entstehende Gase oder Aerosole während der Reaktion aus der Luft abgesaugt werden, und welche den Arbeitenden bei einem Unfall vor Splittern oder spritzenden Flüssigkeiten schützen. In mikrobiologischen Labors werden außerdem Sicherheitswerkbänke verwendet, die durch geeignete Pumpen und Filteranlagen steril gehalten werden, um den Arbeitenden und seine Experimente vor dem Einfluss von Mikroorganismen zu schützen.

Bedingt durch den Umgang mit gesundheitsschädlichen und brennbaren Stoffen darf in chemischen Laboratorien weder gegessen noch getrunken noch geraucht werden, zudem ist in der Regel das Tragen geeigneter Schutzkleidung (Laborkittel, geeignete sonstige Kleidung, Schutzbrille, Schutzhandschuhe, festes Schuhwerk) verpflichtend. Brennbare oder anderweitig gefährliche Substanzen werden in Sicherheitsschränken aufbewahrt.

Laboratorien in der Physik verfügen meist über Anschlüsse für Drehstrom, Druckluft, sowie vom normalen Trinkwassernetz getrennte Kühlwasserleitungen. Zur Ausstattung gehören darüber hinaus verschiedene meist elektronische Messgeräte, häufig auch Vakuumapparaturen sowie je nach speziellem Arbeitsgebiet weitere Geräte. Eine wichtige Art von Labor insbesondere in der Festkörperphysik ist der Reinraum, in dem durch eine spezielle Belüftungsanlage, das Tragen von Schutzkleidung und Vermeidung bestimmter Tätigkeiten eine besonders saubere, insbesondere staubfreie Arbeitsumgebung herrscht.

In den Ingenieurwissenschaften werden als Labor nicht nur entsprechend ausgestattete und genutzte Räume bezeichnet, sondern auch eine Klasse von Lehrveranstaltungen an Universitäten und Fachhochschulen, in denen praktische Fähigkeiten und der Umgang mit bestimmten Geräten, Software o. Ä. anhand von beispielhaften Aufgabenstellungen geschult werden sollen.

Neuerdings finden sogenannte Westentaschenlabore (lab-on-a-chip system) vermehrt Anwendung.

Schutzstufenkonzept

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Für Laboratorien in welchen mit Gefahrstoffen, mit biologischen Arbeitsstoffen oder mit gentechnisch veränderten Organismen gearbeitet wird, ist in Deutschland durch unterschiedliche Rechtsvorschriften die Einstufung in vier Schutzstufen (Gefahrstoffverordnung) bzw. Risikogruppen (Biostoffverordnung) bzw. Biologische Schutzstufen (Gentechniksicherheitsverordnung) vorgeschrieben, welche bauliche und organisatorische Maßnahmen nach sich zieht. In der Schweiz gelten ähnliche Regelungen

Schutzstufen nach der Gefahrstoffverordnung (Deutschland)

Nach der Gefahrstoffverordnung sind die im Labor verwendeten Gefahrstoffe auf ihre Gefährdung zu prüfen. Dabei sind neben der Einstufung mit den Gefährlichkeitsmerkmalen (also giftig, leicht entzündlich usw.) auch die Häufigkeit der Verwendung, die Einsatzmengen und verschiedene physikalische Eigenschaften, wie die Konzentration in der Luft, die Verteilung usw., und die Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen.

Aufgrund dieser Daten erfolgt dann die Einstufung:

Schutzstufe Gefahrstoffe mit den Eigenschaften Maßnahmen
1 reizend, gesundheitsschädlich, ätzend (geringe Mengen und geringe Einwirkzeit)
  • Minimierung der Gefahren durch geeignete bauliche (z. B. Abzug) und organisatorische (z. B. besondere Arbeitsplatzhygiene) Maßnahmen
  • alle Stoffe kennzeichnen
  • es dürfen keine Lebensmittelbehälter für Gefahrstoffe verwendet werden
  • sichere Lagerung der Gefahrstoffe
2 reizend, gesundheitsschädlich, ätzend
  • Maßnahmen der Stufe 1
  • Ersatz von Gefahrstoffen prüfen
  • Essen, Trinken und Rauchen verbieten
  • Arbeits- und Privatkleidung trennen
  • Alleinarbeit nur bei geeigneten Schutzmaßnahmen erlauben
3 giftig, sehr giftig und mutagene, karzinogene und fruchtschädigende Gefahrstoffe, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht überschritten wird
  • Maßnahmen der Stufe 2
  • geschlossene Systeme verwenden, falls möglich
  • Zugang auf im Labor Beschäftigte beschränken
  • Gefahrstoffe unter Verschluss aufbewahren
4 mutagene, karzinogene und fruchtschädigende Gefahrstoffe, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert überschritten wird
  • Maßnahmen der Stufe 3
  • Arbeitsbereich deutlich kennzeichnen
  • Maßnahmen zur Erkennung von Stofffreisetzung treffen

Sicherheitsstufen nach dem Gentechnikgesetz (Deutschland)

Die Laboratorien werden in vier Biologische Schutzstufen eingeteilt, die sich jeweils nach dem Grad des Risikos der verwendeten Organismen ergeben. Dabei wird zusätzlich noch unterschieden in Sicherheitsstufen für Laboratorien und Produktionsbereiche. Die höhere Stufe schließt die Sicherheitsmaßnahmen aller niedrigeren Stufen ein. Die Sicherheitsstufen sind im Gentechnikgesetz festgelegt, die Maßnahmen in der Gentechniksicherheitsverordnung. Die Sicherheitsstufen entsprechen im wesentlich denen der Biostoffverordnung.

  • Sicherheitsstufe 1: Gentechnische Arbeiten, bei denen nach dem Stand der Wissenschaft nicht von einem Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt auszugehen ist (z. B. gut bekannte Laborstämme von Escherichia coli oder in Lebensmitteln verwendete Organismen wie Bäckerhefe)
  • Sicherheitsstufe 2: Gentechnische Arbeiten, bei denen nach dem Stand der Wissenschaft von einem geringen Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt auszugehen ist (z. B. Wildstämme von Escherichia coli).
  • Sicherheitsstufe 3: Gentechnische Arbeiten, bei denen nach dem Stand der Wissenschaft von einem mäßigen Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt auszugehen ist (z. B. Erreger der Tuberkulose oder der Rindertuberkulose).
  • Sicherheitsstufe 4: Gentechnische Arbeiten, bei denen nach dem Stand der Wissenschaft von einem hohen Risiko oder dem begründeten Verdacht eines solchen Risikos für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt auszugehen ist (z. B. Ebola-Virus, Marburg-Virus oder Maul- und Klauenseuche).

Die Arbeiten müssen in einem Bereich durchgeführt werden, der für die höchste Gefahr zugelassen ist, die auftreten kann (z. B. Gen aus einem Organismus der Stufe 3 und Empfängerorganismus Stufe 2: Labor muss Stufe 3 zugelassen sein). An der Universität Marburg existiert in Deutschland das einzige Labor, das für die Sicherheitsstufe 4 zugelassen ist. Produktionsbereiche dieser Stufe gibt es derzeit nicht.

Maßnahmen der Stufe 1

  • Arbeitsraum als Gentechnischen Arbeitsbereich mit Angabe der zugelassenen Sicherheitsstufe-Kennzeichen.
  • Arbeiten nur in abgegrenzten und ausreichend bemessenen Räumen durchführen. Jedem Mitarbeiter muss ein ausreichend großer Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt sein. Im Raum muss ein Waschbecken vorhanden sein.
  • Oberflächen im Arbeitsbereich müssen leicht zu reinigen und beständig gegen Arbeitsmaterialien und verwendete Reinigungsmittel sein.
  • Die Türen sind während der Arbeit geschlossen zu halten, sie sollen ein Sichtfenster haben und in den Gang aufschlagen (Notausgang).
  • Mit dem Mund darf nicht pipettiert werden.
  • Spitze Gerätschaften wie Kanülen sollen nur im Ausnahmefall benutzt werden.
  • Es sollen keine Aerosole gebildet werden. Die Exposition von gentechnisch veränderten Organismen muss minimiert werden (z. B. durch eine Sicherheitswerkbank).
  • Nach der Arbeit und vor dem Verlassen des Arbeitsraumes sind die Hände zu desinfizieren und zu waschen.
  • Laborräume sauber halten und auf den Arbeitsflächen nur die notwendigen Geräte lagern.
  • Die Identität und Reinheit der benutzten Organismen ist, falls notwendig, regelmäßig zu überprüfen. Die zeitlichen Abstände richten sich nach dem möglichen Gefährdungspotential. Sie sind sicher aufzubewahren.
  • Ungeziefer ist zu vernichten.
  • Verletzungen müssen dem Projektleiter gemeldet werden.
  • In Arbeitsräumen darf nicht gegessen, getrunken, geraucht, geschnupft oder geschminkt werden; Lebensmittel und Kosmetika dürfen auch nicht in Laboratorien gelagert werden. Die Beschäftigten müssen dies in Sozialräumen tun, die der Arbeitgeber einzurichten hat.
  • Es muss Schutzkleidung getragen werden.
  • Ein Autoklav muss sich im Betriebsgebäude befinden.

Risikogruppen nach der Biostoffverordnung (Deutschland)

Die Biostoffverordnung teilt biologische Arbeitsstoffe in vier Risikogruppen ein (§ 3), diese führen zu Schutzstufen. Diese entsprechen im Wesentlichen denen des Gentechnikgesetzes. Die Einteilung erfolgt nach dem Infektionsrisiko.

  • Risikogruppe 1: Biologische Arbeitsstoffe, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie beim Menschen eine Krankheit verursachen.
  • Risikogruppe 2: Biologische Arbeitsstoffe, die eine Krankheit beim Menschen hervorrufen können und eine Gefahr für Beschäftigte darstellen können; eine Verbreitung des Stoffes in der Bevölkerung ist unwahrscheinlich; eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung ist normalerweise möglich.
  • Risikogruppe 3: Biologische Arbeitsstoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen können und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen können; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung kann bestehen, doch ist normalerweise eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung möglich.
  • Risikogruppe 4: Biologische Arbeitsstoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung ist unter Umständen groß; normalerweise ist eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich.

Bei Organismen der Risikogruppe 1 sind die gewöhnlichen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Bei höheren Risikogruppen/Schutzstufen gelten folgende Vorschriften (höhere Schutzstufen schließen Maßnahmen der niedrigeren Stufen ein):

  • Schutzstufe 2: Begrenzung des Zutritts auf benannte Beschäftigte, Desinfektionsverfahren spezifisch auf die Organismen, Kontrolle von möglichen Vektoren, wie z. B. Nagern und Insekten wird empfohlen, die Oberfläche von Werkbänken ist wasserundurchlässig und leicht zu reinigen, außerdem wird Säure-, Laugen- und Lösungsmittelbeständigkeit sowie Beständigkeit gegen Desinfektionsmittel empfohlen, die Arbeitsstoffe sind sicher aufzubewahren, der Einbau von Fenstern o. Ä. zur Beobachtung von Personen oder Tieren im Labor ist empfohlen, im Bedarfsfall müssen alle Arbeiten in Sicherheitswerkbänken erfolgen, ein Verbrennungsofen für Versuchstierkörper ist empfohlen.
  • Schutzstufe 3: bauliche Trennung bei luftübertragbaren Krankheiten, Abluft muss gefiltert werden, es wird empfohlen den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass er zur Desinfektion hermetisch abgetrennt werden kann, Unterdruck im Labor bei luftübertragbaren Krankheiten, verbindliche Kontrolle von Vektoren, Böden sind mit wasserundurchlässigen, leicht zu reinigendem Material auszukleiden, die Oberflächen müssen säure-, laugen- und lösungsmittelbeständig sowie beständig gegen Desinfektionsmittel sein, Beobachtungsfenster sind vorgeschrieben, es wird empfohlen für jedes Labor eine eigene Ausrüstung vorzuhalten, Arbeiten müssen in Sicherheitswerkbänken erfolgen, ein leicht zugänglicher Tierkörperverbrennungsofen muss vorhanden sein.
  • Schutzstufe 4: bauliche Trennung, Filtrierung von Zu- und Abluft, Zugang nur über Luftschleuse, hermetische Abdichtung für Desinfektionszwecke, Unterdruck, Decken müssen den Anforderungen für Böden entsprechen, Aufbewahrung von Arbeitsstoffen unter Verschluss, eigene Ausrüstung in jedem Laboratorium verbindlich, Arbeiten nur in Sicherheitswerkbänken, Tierkörperbeseitigung unmittelbar vor Ort.

Siehe auch

Literatur

  • Henning Schmidgen: Labor, Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2011, Zugriff am: 10. August 2011.
  • Wächter, Michael: Chemielabor. Einführung in die Laborpraxis, Wiley-VCH, Weinheim 2011, 1. Aufl., ISBN 978-3-527-32996-0

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Labor – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Labor – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

News mit dem Thema Labor

12.05.2022
Milchstraße | Schwarze Löcher
Erstes Bild des supermassereichen Schwarzen Lochs im Herzen der Milchstraße
Astronomen haben das erste Bild des supermassereichen Schwarzen Lochs (Sagittarius A*) im Zentrum der Milchstraße enthüllt.
23.03.2022
Quantenphysik
Mit Quantensensoren noch genauer messen
Physiker haben den ersten programmierbaren Quantensensor entwickelt und im Labor getestet: Dazu haben sie eine Methode aus der Quanteninformationsverarbeitung auf ein Messproblem angewendet.
15.02.2022
Teilchenphysik
Neutrinos wiegen höchstens 0,8 Elektronenvolt
Das internationale KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment, kurz KATRIN, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Neutrinomasse erstmals auf unter ein Elektronenvolt (eV) eingegrenzt und damit eine „Barriere“ in der Neutrinophysik durchbrochen.
05.01.2022
Elektrodynamik | Teilchenphysik
Materie/Antimaterie-Symmetrie und Antimaterie-Uhr auf einmal getestet
Die BASE-Kollaboration am CERN berichtet über den weltweit genauesten Vergleich zwischen Protonen und Antiprotonen: Die Verhältnisse von Ladung zu Masse von Antiprotonen und Protonen sind auf elf Stellen identisch.
03.01.2022
Sterne | Elektrodynamik | Plasmaphysik
Die Sonne ins Labor holen
Warum die Sonnenkorona Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius erreicht, ist eines der großen Rätsel der Sonnenphysik.
10.12.2021
Teilchenphysik
Das Tetra-Neutron – Existenz eines lange gesuchten Teilchens belegt
Während alle Atome außer Wasserstoff aus Protonen und Neutronen zusammengesetzt sind, sucht die Physik seit 50 Jahren nach einem Teilchen, das aus zwei, drei oder vier Neutronen besteht.
27.10.2021
Teilchenphysik
Keine Spur von sterilen Neutrinos
Sogenannte sterile Neutrinos waren mehr als zwei Jahrzehnte lang eine vielversprechende Erklärung für Anomalien, die in früheren physikalischen Experimenten beobachtet wurden.
27.10.2021
Astrophysik | Relativitätstheorie
Auf dem Weg zum Nachweis des Gravitationswellen-Hintergrunds
Die EPTA-Kollaboration berichtet über das Ergebnis einer 24-jährigen Kampagne mit den fünf größten europäischen Radioteleskopen, die zu einem möglichen Signal des Gravitationswellenhintergrunds im Nanohertz-Bereich geführt hat.
18.08.2021
Plasmaphysik
Ein Meilenstein der Fusionsforschung
Am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien ist in diesen Tagen ein Durchbruch in der Fusionsforschung geglückt.
08.07.2021
Festkörperphysik | Quantenphysik
Quantenteilchen: Gezogen und gequetscht
Seit kurzem ist es im Labor möglich, die Bewegung schwebender Nanoteilchen in den quantenmechanischen Grundzustand zu versetzen.
18.06.2021
Quantenphysik
Fürs Rechenzentrum: bisher kompaktester Quantencomputer
Quantencomputer waren bislang Einzelanfertigungen, die ganze Forschungslabore füllten.
26.05.2021
Exoplaneten
Wie Wasser auf Eisplaneten den felsigen Untergrund auslaugt
Laborexperimente erlauben Einblicke in die Prozesse unter den extremen Druck- und Temperatur-Bedingungen ferner Welten. Fragestellung: Was passiert unter der Oberfläche von Eisplaneten?
28.04.2021
Galaxien | Sterne
Die Entdeckung von acht neuen Millisekunden-Pulsaren
Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop acht Millisekunden-Pulsare entdeckt, die sich in Kugelsternhaufen mit hoher Sterndichte befinden.
07.04.2021
Teilchenphysik
Handfeste Hinweise auf neue Physik
Das Fermilab (USA) hat heute erste Daten aus dem Myon g-2 Experiment veröffentlicht, welche die Messwerte des gleichnamigen, 2001 durchgeführten Experiments am Brookhaven National Laboratory bestätigen.
23.03.2021
Teilchenphysik
Neue Resultate stellen physikalische Gesetze in Frage
Forschende der UZH und des CERN haben neue verblüffende Ergebnisse veröffentlicht.
15.03.2021
Astrophysik | Teilchenphysik
Was Gravitationswellen über Dunkle Materie verraten
Die NANOGrav-Kollaboration hat kürzlich erste Hinweise auf sehr niederfrequente Gravitationswellen beobachtet.
05.02.2021
Quantenoptik
Quantensysteme lernen gemeinsames Rechnen
Quantencomputer besitzen heute einige wenige bis einige Dutzend Speicher- und Recheneinheiten, die sogenannten Qubits.
28.01.2021
Festkörperphysik | Plasmaphysik
Mit Künstlicher Intelligenz warme dichte Materie verstehen
Die Erforschung warmer dichter Materie liefert Einblicke in das Innere von Riesenplaneten, braunen Zwergen und Neutronensternen.
30.11.2020
Monde | Astrophysik
Laborexperimente könnten Rätsel um Mars-Mond Phobos lösen
Was lässt die Oberfläche des Mars-Monds Phobos verwittern?
25.11.2020
Sterne | Teilchenphysik
Der Sonne ein Stück näher
Der Borexino-Kollaboration, an der auch Wissenschaftler der TU Dresden beteiligt sind, ist es nach über 80 Jahren gelungen, den Bethe-Weizsäcker-Zyklus experimentell zu bestätigen.
19.11.2020
Plasmaphysik | Quantenoptik
Was Sterne zum Leuchten bringt
Internationales Forschungsteam der Universitäten in Berkeley, Madrid und Jena sowie des Institut Polytechnique de Paris beobachtet in Laborversuchen nichtlineare Ionisationsvorgänge in heißen dichten Plasmen.
27.07.2020
Milchstraße | Sterne | Astrophysik
RAVE: Mehr als ein Jahrzehnt lang Untersuchung der Bewegung von Sternen in der Milchstraße
Wie bewegen sich die Sterne in unserer Milchstraße?
02.07.2020
Elektrodynamik
Elektronen auf der Überholspur
Solarzellen auf Basis von Perowskitverbindungen könnten bald die Stromgewinnung aus Sonnenlicht noch effizienter und günstiger machen.
24.06.2020
Astrophysik | Teilchenphysik
Schärfere Einblicke in das Innere von Planeten und Sternen
Extreme Bedingungen wie im Inneren von Planeten und Sternen lassen sich im Labor nur mit hohem Aufwand und für Bruchteile von Sekunden nachstellen.
17.06.2020
Teilchenphysik
Überraschendes Signal im Dunkle-Materie-Detektor XENON1T
Daten von XENON1T, dem weltweit empfindlichsten Dunkle-Materie-Detektor, enthalten einen überraschenden Signalüberschuss.
05.06.2020
Astrophysik | Biophysik
Auf dem Weg vom Staub zum Leben
Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) und der Universität Jena haben neue Erkenntnisse zu Eigenschaften eisbedeckter kosmischer Staubkörner gewonnen – winziger kosmischer "Chemielabors".
28.05.2020
Astrophysik | Quantenphysik | Teilchenphysik
Wieso Radium-Monofluorid den Blick ins Universum fundamental verändern kann
Ein internationales Forscherteam hat durch eine neue Methodik am CERN ein kurzlebiges, radioaktives Molekül erzeugt, dessen Eigenschaften eine fundamentale Rolle in der Physik spielen.
27.05.2020
Kernphysik
Radioaktive Moleküle eignen sich als Mini-Labore
Radioaktive Moleküle eignen sich als Miniatur-Laboratorien, mit denen sich grundlegende Eigenschaften von Elementarteilchen und Atomkernen studieren lassen – das ist das Ergebnis eines Experiments, über das ein internationales Forschungskonsortium in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ berichtet.
07.04.2020
Galaxien | Schwarze_Löcher
Etwas lauert im Herzen des Quasars 3C 279
Am 10.
25.02.2020
Plasmonen im atomaren Flachland
Forscher vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg und dem Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL) in den USA haben eine grundlegend neue Art von quantenelektronischen Schwingungen, oder Plasmonen, in atomar dünnen Materialien entdeckt.
22.01.2020
Signale aus dem Erdinneren: Borexino-Experiment veröffentlicht neue Daten zu Geoneutrinos
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Borexino-Kollaboration haben neue Ergebnisse zur Messung von Neutrinos vorgelegt, die aus dem Innern der Erde stammen.
10.01.2020
Laserphysik - Am Puls einer Lichtwelle
Physiker des Labors für Attosekundenphysik an der LMU und am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und haben einen neuartigen Detektor entwickelt, mit dem sich der Verlauf von Lichtwellen exakt bestimmen lässt.
28.11.2019
KATRIN-Experiment begrenzt die Masse von Neutrinos auf unter 1 Elektronenvolt
Neutrinos spielen durch ihre kleine, aber von Null verschiedene Masse eine Schlüsselrolle in Kosmologie und Teilchenphysik.
13.11.2019
Neuer Ansatz bei der Suche nach Dunkler Materie
Mithilfe von Antimaterie wollen Forscher der Dunklen Materie auf die Spur kommen.
29.10.2019
Herausforderungen in der Windenergieforschung
Welche Innovationen sind erforderlich, damit Wind zu einer der weltweit wichtigsten Quellen für kostengünstige Stromerzeugung werden kann?
21.10.2019
Wie ein Molekül das Klima verändern kann
Wolken entstehen aus Wassertröpfchen, die sich um Aerosolpartikel in der Atmosphäre bilden.
11.10.2019
Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre
Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.
17.09.2019
Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie
Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten.
16.09.2019
Neues Limit für Neutrinomasse
Neutrinos spielen durch ihre kleine, aber von Null verschiedene Ruhemasse eine Schlüsselrolle in Kosmologie und Teilchenphysik.
05.09.2019
Fortschritte auf dem Weg zum Verständnis der Neutrino-Eigenschaften
Um die Vermutung zu belegen, dass Materie ohne Antimaterie erzeugt werden kann, sucht das GERDA-Experiment im Gran Sasso Untergrundlabor nach dem neutrinolosen doppelten Betazerfall.
22.08.2019
Experiment HADES simuliert die Kollision und das Verschmelzen von Sternen: 800 Milliarden Grad in der kosmischen Küche
Sie gehören zu den spektakulärsten Ereignissen im Universum: Kollisionen von Neutronensternen.
09.08.2019
800 Milliarden Grad Celsius: Temperaturen wie in Sternenkollisionen im Labor gemessen
Sie gehören zu den heißesten Momenten im kosmischen Geschehen: die Kollisionen von Neutronensternen im Universum, bei denen chemische Elemente gebildet werden.
18.07.2019
Chemie des kosmologischen Dunklen Zeitalters im Labor untersucht
Neue Messungen ergeben eine dramatisch höhere Häufigkeit von Heliumhydrid-Ionen im frühen Universum.
13.06.2019
Lasertrick liefert energiereiche Terahertz-Blitze
Auf dem Weg zu neuartigen, kompakten Teilchenbeschleunigern hat ein Forscherteam von DESY und der Universität Hamburg einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit ultrastarken Laserpulsen ist es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelungen, besonders energiereiche Blitze im Terahertz-Bereich zu erzeugen, die eine scharf definierte Wellenlänge besitzen.
26.02.2019
Energiereiche Festkörperbatterie: Hohe Energiedichte mit Lithium-Anode und Hybridelektrolyt
Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Universität Münster haben eine neue Festkörperbatterie vorgestellt, die über eine Anode aus reinem Lithium verfügt.
31.01.2019
Klassische Mechanik
Meteoriteneinschläge im Labor - Simulationsexperimente zeigen Strukturänderung von Mineralien
Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam hat Meteoriteneinschläge im Labor simuliert und die resultierenden Strukturänderungen in zwei weit verbreiteten Feldspat-Mineralien live mit Hilfe von Röntgenlicht verfolgt.
23.01.2019
Quantenoptik
Ein neues Zuhause für Ultrakurzzeit-Solitonen
Laserphysiker des Labors für Attosekundenphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik erzeugen erstmals dissipative Solitone in passiven Freistrahlresonatoren.
16.01.2019
Quantenphysik
Fliegende optische Katzen für die Quantenkommunikation
Gleichzeitig tot und lebendig?
15.01.2019
Festkörperphysik | Plasmaphysik
Kieler Physiker entdecken neuen Effekt bei der Wechselwirkung von Plasmen mit Festkörpern
Plasmen finden sich im Inneren von Sternen, werden aber auch in speziellen Anlagen im Labor künstlich erzeugt.
21.12.2018
Quantenoptik
Moleküle aus mehreren Blickwinkeln
Lasergetriebene Röntgen-Laborquellen liefern neue Einsichten - Forscher am MBI haben erfolgreich Absorptionsspektroskopie im sog.
23.11.2018
Quantenoptik | Teilchenphysik
Auf dem Weg zum Beschleuniger auf dem Mikrochip
Elektrotechniker am Fachgebiet Beschleunigerphysik der TU Darmstadt entwickeln ein Konzept eines lasergetriebenen Elektronenbeschleunigers, der so klein ist, dass er auf einem Siliziumchip hergestellt werden kann und kostengünstig und vielseitig einsetzbar ist.
21.11.2018
Astrophysik | Klassische Mechanik
Wie aus Staub Planeten entstehen
Physiker aus Braunschweig und Japan simulieren im Labor Prozesse bei der Planetenentstehung: Staubklumpen gelten als Baustoff bei der Entstehung von Planeten.
21.11.2018
Elektrodynamik
Erste Diode für Magnetfelder
Innsbrucker Quantenphysiker haben eine Diode für Magnetfelder konstruiert und im Labor getestet.
01.11.2018
Klassische Mechanik
Mikrobeben-Serie vor einem Erdbeben in der Nähe von Istanbul als Frühwarnzeichen?
Eine neue Studie unter der Leitung von Peter Malin und Marco Bohnhoff vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ analysiert mögliche Vorläuferereignisse von Erdbeben nahe Istanbul.
22.10.2018
Astrophysik | Teilchenphysik
Den Urknall im Labor nachahmen
Auch wenn wir die Ereignisse während der Entstehung des Weltraums wohl nie direkt nachahmen können, stehen die Chancen gut, vergleichbare Vorgänge im Labor zu simulieren.
18.10.2018
Quantenoptik | Teilchenphysik
Die Erforschung ultrakalter Atome im Raketen-Labor
Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover veröffentlichen erste Ergebnisse von MAIUS-1, einer der komplexesten je durchgeführten Raketenmissionen.
18.10.2018
Festkörperphysik
Nanokäfige im Labor und im Computer
Nanokäfige sind hochinteressante molekulare Strukturen mit Hohlräumen, die z.
30.08.2018
Teilchenphysik
Higgs-Teilchen reagiert auch mit „unserer“ Materie
Der ATLAS-Kollaboration ist es nun am Forschungszentrum CERN in der Schweiz gelungen, den Zerfall des Higgs-Teilchens in bottom-Quarks zweifelsfrei nachzuweisen.
29.08.2018
Astrophysik | Teilchenphysik
Erstmals radioaktives Molekül im All lokalisiert
Erstmalig hat ein internationales Forschungsteam ein radioaktives Molekül im All lokalisiert.
08.08.2018
Festkörperphysik | Thermodynamik
Eis unter Hochdruck: Bayreuther Forscher beobachten erstmals den Strukturwandel von Eiskristallen
Eiswürfel im Kühlschrank oder Eiszapfen an der Dachrinne sind vertraute Alltagsbeispiele für gefrorenes Wasser.
28.06.2018
Galaxien | Sterne | Astrophysik
Fingerabdruck für Spurensuche im All
Physiker der Universität Innsbruck sind Stickstoff-Molekülen im Weltall auf der Spur.
07.06.2018
Teilchenphysik
Neue Wege in die „Terra incognita“ der Nuklidkarte
Hochpräzise Massenmessungen an neutronenreichen Chromisotopen: Ein wichtiger Schritt zur Erforschung bisher unbekannter Atomkerne ist Physikern des MPI für Kernphysik und der Universität Greifswald in einer internationalen Kollaboration am CERN gelungen.
28.05.2018
Astrophysik | Teilchenphysik
Empfindlichkeits-Rekord bei der Suche nach Dunkler Materie
Kosmologische Beobachtungen legen nahe, dass das Universum zum großen Teil aus Dunkler Materie besteht.
23.04.2018
Elektrodynamik | Quantenoptik
Moleküle brillant beleuchtet
Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert.
03.04.2018
Festkörperphysik | Quantenphysik
Von der Quantenebene zur Autobatterie
Neue Entwicklungen brauchen neue Materialien.
29.03.2018
Festkörperphysik
Die Grenzen der Haftung
Konstanzer Physiker können in Kollaboration mit italienischen Fachkollegen zeigen, dass die Haftreibung zwischen Oberflächen völlig verschwinden kann.
23.03.2018
Teilchenphysik
Japanischer Teilchenbeschleuniger SuperKEKB startet durch
Warum gibt es im Universum so viel mehr Matrie als Antimaterie?
13.03.2018
Astrophysik | Elektrodynamik
Wie der Magnetismus ins Universum kommt
Strömungen flüssiger Metalle sind in der Lage, Magnetfelder zu generieren.
26.02.2018
Teilchenphysik
Vorstoß ins Innere der Atome
Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren.
17.08.2017
Astrophysik | Teilchenphysik
Mögliche Erklärung für die Dominanz der Materie über Antimaterie im Universum
Neutrinos und Antineutrinos – auch Geisterteilchen genannt, weil sie schwierig nachzuweisen sind – können sich ineinander umwandeln.
30.06.2017
Teilchenphysik
Sind Edelgase gar nicht so edel?
Wissenschaftlern des Wilhelm-Ostwald-Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig ist es gelungen, entgegen allgemeiner chemischer Intuition, die Edelgase Krypton und Xenon in einer Gasphasenreaktion chemisch zu binden.
30.06.2017
Teilchenphysik
Atomen beim Wettstreit um Bindungen zugeschaut
Auf atomarer Ebene beobachten Innsbrucker Physiker und Chemiker um Roland Wester im Labor komplexe chemische Reaktionen.
30.06.2017
Quantenoptik
Laser World of Photonics 2017: Fraunhofer IOF präsentiert neue Technologie für Quantenkommunikation
In naher Zukunft wird Quantenkryptographie ein wichtiges Thema für die sichere Übertragung von Kommunikation spielen.