Ferroportin

Ferroportin-1

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 571 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur multipass Membranprotein
Bezeichner
Gen-Namen SLC40A1; FPN1
Externe IDs OMIM: 604653 UniProtQ9NP59
Transporter-Klassifikation
TCDB 2.A.100
Bezeichnung Ferroportin-Familie
Vorkommen
Homologie-Familie Ferroportin-1
Übergeordnetes Taxon Eukaryoten

Ferroportin (FPN1, IREG1, SLC40A1) (von lat. ferrum = Eisen und portare = tragen, bringen) ist ein Membrantransport-Protein, bestehend aus 571 Aminosäuren, welches in Leber, Milz, Nieren, Herz, Darm und Plazenta gebildet wird und vorkommt. Es findet sich in der basolateralen Membran (der Membran, die Richtung Blut zeigt) von Epithelzellen und bewirkt dort den Eisenexport in das Blut. Ferroportin kann Eisen nur als Fe2+ binden und transportieren. Nach dem Transport und Oxidation zu Fe3+ durch das Plasmaprotein Caeruloplasmin oder das Membranprotein Hephästin kann die Bindung an Transferrin zum Weitertransport im Blut erfolgen.[1][2]

Wenn sich Hepcidin an Ferroportin bindet, wird Ferroportin in das Zellinnere transportiert und abgebaut, die Zelle kann also kein Eisen mehr abgeben.[3]

Mutationen am SLC40A1-Gen können am Menschen Hämochromatose Typ 4 verursachen.[4]

Einzelnachweise

  1. P. Karlson, D. Doenecke, J. Koolman, G. Fuchs, W. Gerok: Karlsons Biochemie und Pathobiochemie. 15. Auflage, S. 600, Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 9783133578158
  2. McKie AT, Marciani P, Rolfs A, et al.: A novel duodenal iron-regulated transporter, IREG1, implicated in the basolateral transfer of iron to the circulation. In: Mol. Cell. 5, Nr. 2, Februar 2000, S. 299–309. PMID 10882071.
  3. Wessling-Resnick M: Iron imports. III. Transfer of iron from the mucosa into circulation. In: Am. J. Physiol. Gastrointest. Liver Physiol.. 290, Nr. 1, Januar 2006, S. G1–6. doi:10.1152/ajpgi.00415.2005. PMID 16354771. Volltext bei PMC: 2494859.
  4. UniProt-Eintrag

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