Dopachrom-Tautomerase

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Dopachrom-Tautomerase

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 498 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Membranprotein
Kofaktor 2 Zink
Bezeichner
Gen-Namen DCT; TYRP-2
Externe IDs OMIM: 191275 UniProtP40126
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 5.3.3.12  Isomerase
Reaktionsart Umlagerung
Substrat Dopachrom
Produkte DHICA
Vorkommen
Homologie-Familie Tyrosinase
Übergeordnetes Taxon Chordatiere

Dopachrom-Tautomerase (Dct) (Gen: DCT) heißt das Enzym, das Dopachrom zu 5,6-Dihydroxyindol-2-carboxylat (DHICA) umwandelt. Dieser Reaktionsschritt gehört zu einem von zwei Stoffwechselwegen zur Herstellung des Pigments Melanin. Mutationen am DCT-Gen können die Haarfarbe beeinflussen.[1][2]

Dct ähnelt der Tyrosinase und der DHICA-Oxidase, hat jedoch als katalytisches Zentrum anstatt Kupfer zwei Zinkatome. DCT ist in Europäern überdominant. Dct ist nicht nur ein Marker für Melanoblasten, sondern es reguliert auch die Sprossung neuronaler Vorläuferzellen.[3][4]

Katalysierte Reaktion

Struktur von L-DopachromStruktur von 5,6-Dihydroxyindol-2-carboxylat
Dopachrom wird zu DHICA umgelagert.

Einzelnachweise

  1. UniProt P40126.
  2. Dopachrom-Tautomerase bei Online Mendelian Inheritance in Man.
  3. Alonso S, Izagirre N, Smith-Zubiaga I, et al: Complex signatures of selection for the melanogenic loci TYR, TYRP1 and DCT in humans. In: BMC Evol. Biol.. 8, 2008, S. 74. doi:10.1186/1471-2148-8-74. PMID 18312627. Volltext bei PMC: 2292700.
  4. Jiao Z, Zhang ZG, Hornyak TJ, et al: Dopachrome tautomerase (Dct) regulates neural progenitor cell proliferation. In: Dev. Biol.. 296, Nr. 2, August 2006, S. 396–408. doi:10.1016/j.ydbio.2006.06.006. PMID 16857183.

Weblinks

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