Astrablau


Astrablau

Strukturformel
Struktur von Astrablau
Allgemeines
Name Astrablau
Andere Namen
  • Astra Blue Base 6 GLL
  • Basic Blue 140
Summenformel C47H52CuN14O6S3
CAS-Nummer 82864-57-1
Eigenschaften
Molare Masse 1068,75 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

mäßig in Wasser (150 g·l−1)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
P: 261-​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Astrablau (auch Basic Blue 140) gehört zur Gruppe der Phthalocyaninfarbstoffe und wird unter anderem in der Mikroskopie zum Anfärben unverholzter Zellwände benötigt. Es handelt sich um einen kationischen, wasserlöslichen Farbstoff,[3] der als Zentralatom Kupfer enthält. Astrablau färbt dabei vorwiegend saure Mucopolysaccharide.[4]

Astrablau kann zusammen mit Safranin in Doppelfärbung von Pflanzenpräparaten eingesetzt werden, wobei Safranin verholzte Zellwände rot färbt, während unverholzte Zellwände durch Astrablau eine blau Färbung erhalten.[5] Auch in der Pathologie und Zellbiologie wird es zum Anfärben bestimmter Tumoren [6] und zur Unterscheidung von Mastzellen in Schleimhaut und Bindegewebe verwendet.[7]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Datenblatt Astrablau bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. März 2011.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Römpp Chemielexikon. 1998
  4. Bloom, G. and Kelly, J. W.: The copper phthalocanin dye “Astrablau” and its staining properties, especially the staining of mast cells. Histochemie, 2, 48–57.
  5. G. Wanner: Mikroskopisch-botanisches Praktikum. Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 978-3-13-440312-1.
  6. T. Löning, L. Riethdorf, W. Doerr, E. Uehlinger, G. Seifert: Spezielle pathologische Anatomie: Ein Lehr- und Nachschlagewerk. Springer, 2001, ISBN 978-3-540-66372-0.
  7. T T. MacDonald: Advances in Mucosal Immunology: Proceedings of the Fifth International Congress of Mucosal Immunology. Springer, 1990, ISBN 978-0-7462-0113-8.

Weblinks