Arthur Herbert Church

Sir Arthur Herbert Church (* 2. Juni 1834 in London; † vor 11. Juni[1] 1915 ebenda) war ein britischer Autor, Maler und Chemiker.

Sein Vater war John Thomas Church. Nachdem er King’s College London absolviert hatte, studierte am Royal College of Chemistry sowie von 1857 bis 1861 am Lind College in Oxford (M.A.), dann in London, wo er zum D.Sc. promovierte.

1869 wurde er Professor am Royal Agricultural College in Cirencester und 1879 Professor für Chemie an der Royal Academy of Arts in London. Er war Mitglied der Chemical Society. 1914 emeritierte er.

Er war eine führende Autorität in der Chemie der Farben und gab wertvolle Unterstützung bei der Konservierung der Gemälde im Houses of Parliament. Nach ihm ist das Mineral Churchit benannt und er benannte das Mineral Woodwardit. Er veröffentlichte auch zum Beispiel über Porzellan und Josiah Wedgwood.

Er war drei Jahre Präsident der Mineralogical Society. 1888 wurde er Fellow der Royal Society.

Er malte auch selbst und stellte in der Royal Academy aus.

Veröffentlichungen

  • The laboratory guide; a manual of practical chemistry for colleges and schools, specially arranged for agricultural students, 1888 und neuere Auflagen
  • The chemistry of paints and painting, London, 3. Auflage, 1901
  • English porcelain made during the eighteenth century, illustrated by specimens in the national collections, Chapman and Hall 1885, H. M. Stationery Office 1904
  • English porcelain of the eighteenth century, H. M. Stationery Office 1911
  • English earthenware; a handbook to the wares made in England during the seventeenth and eighteenth centuries as illustrated by specimens in the national collections, Chapman and Hall 1884, Neuauflage 1904, 1911
  • Food: some account of its sources, constituents, and uses, London 1888
  • Josiah Wedgwood, master-potter, London, 1894, 1903
  • Precious stones considered in their scientific and artistic relations. A guide to the Townshend collection, H. M. Stationery Office 1913

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Arthur Herbert Church. In: archINFORM. Abgerufen am 14. Dezember 2009

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