Wilhelm Filehne

Wilhelm Filehne

Wilhelm Filehne (* 12. Februar 1844 in Posen; † 29. April 1927 in Bensheim) war ein deutscher Pharmakologe und Hochschullehrer in Breslau.

Leben

Filehne studierte in Berlin und Heidelberg. Als Angehöriger der Berliner Landsmannschaft Normannia II in Heidelberg hatte er viermal auf Corpswaffen gefochten. Deshalb verlieh ihm das Corps Normannia Berlin bereits am 31. Januar 1905 die Schleife und am 3. Februar 1905 das Band.[1] Filehnes Kneipname war Phylax. Bei ihrem 50. Stiftungsfest (1908) pries er die Erlanger Pfarrerstochter als Hüterin der alten corpsstudentischen Ideale.

Werdegang

Zu Filehnes Lehrern zählten Emil Heinrich Du Bois-Reymond, Friedrich Theodor von Frerichs und Ludwig Traube. Filehne promovierte 1866 und bestand im Februar 1867 das Staatsexamen. Von 1874 bis 1875 war er Assistent von Wilhelm von Leube an der Medizinischen Poliklinik in Erlangen, wo er sich als Privatdozent habilitierte. 1876 wurde er außerordentlicher Professor für Arzneimittellehre in Erlangen. 1886 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl der Universität Breslau und wurde als Ordinarius für Pharmakologie Nachfolger von Heinrich Haeser.

Filehne widmete sich der experimentellen Pathologie, Pharmakologie, Toxikologie und Physiologie, besonders der physiologischen und psychologischen Optik. Ihm sind das Phenazon und (mit Karl Spiro) das Pyrazol zu verdanken. Sein Nachfolger in Breslau wurde 1911 Julius Pohl.

Werke (Auswahl)

  • A. Cloetta, W. Filehne: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre. J. C. B. Mohr 1889 Digitalisat

Ehrungen

  • Geh. Medizinalrat

Literatur

  • Berliner Börsenzeitung vom 6. Mai 1927

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1930, 7, 265

Weblinks

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