Stampfdichte

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Stampfdichte (Synonym: Rütteldichte) ist eine Kenngröße, die die Volumenabnahme eines Haufwerkes (Feststoffes) durch Rütteln oder Stampfen beschreibt. Das Messverfahren ist in der Norm DIN 53 194 beschrieben. Dabei werden 100 g der zu untersuchenden festen Probe in einen Messzylinder eingewogen. Das dabei eingenommene Volumen ist das Schüttvolumen. Die Pulversäule im Meßzylinder wird nun unter festgelegten Bedingungen des Öfteren aufgestampft, wobei sich das Schüttvolumen zum Stampfvolumen reduziert. Durch Umrechnung mit der eingewogenen Masse (z. B. 100 g) ergibt sich die gebräuchlichen Kenngröße Stampfdichte (g·ml−1).[1]

Ein Gerät zum reproduzierbaren Stampfen ist das Stampvolumeter, bei dem ein mit der Untersuchungsprobe befüllter graduierter Meßzylinder einem elektrisch angetriebenen Stampfmechanismus ausgesetzt wird.[2]

Der Quotient aus Stampfdichte und Schüttdichte ist eine dimensionslose Kennzahl und wird Hausner-Faktor genannt und ist ein Maß für die Abnahme des Schüttvolumens zum Stampfvolumen.

Einzelnachweise

  1. S. Ebel und H. J. Roth (Herausgeber): Lexikon der Pharmazie, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 606, ISBN 3-13-672201-9.
  2. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 232−233, ISBN 3-211-81116-8.

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