Ofensau

Ofensau

Ofensau auf der Henrichshütte Hattingen

Ofensau (auch Salamander, Eisensau, Bühnen, Härtlinge oder Wölfe) bezeichnet das sich während der Eisengewinnung unterhalb der Abstichöffnung eines Hochofens auf der Sohle ansammelnde Roheisen, das nicht normal abgestochen werden kann und beim Herunterfahren des Hochofens einen festen Block auf dem Fundament bilden würde. Deshalb wird es durch eine zusätzliche Abstichöffnung, die extra für diesen Zweck gebohrt wird, bis auf einen kleinen Rest abgelassen. Die Ofensau kann Anteile seltenerer Stoffe wie Titan oder Molybdän enthalten.

Falls das zusätzliche Stichloch zu hoch angesetzt wurde, bleibt ein beträchtlicher Teil der Sau im Ofen, der dann durch Sprengen entfernt wird.

Als Ofensau bezeichnet man auch den Eisenblock bei der Gewinnung von Eisen im Rennofen, der nach Abschluss des Schmelzprozesses dem Ofen entnommen werden kann.

Der Ausdruck Ofensau ist auch in der Nichteisenmetallurgie gebräuchlich, zum Beispiel dann, wenn infolge eines gebrochenen Schmelztiegels dessen Inhalt in den Ofenraum fließt, dort erstarrt und nur mit erheblichem Aufwand zerkleinert und entfernt werden kann.

Siehe auch

  • Luppe (Metallurgie)

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