Indigokarmin

Indigokarmin

Strukturformel
Struktur von Indigokarmin
Allgemeines
Name Indigokarmin
Andere Namen
  • Indigocarmin
  • Indigotin I
  • Indigotin-5,5′-disulfonsäure Dinatriumsalz
  • E 132
  • C.I. 73015
Summenformel C16H8N2Na2O8S2
CAS-Nummer 860-22-0
PubChem 5284351
Kurzbeschreibung

dunkelblaues Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 466,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

gering in Wasser (10 g·l−1) und Ethanol (1 g·l−1)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
LD50

2000 mg·kg−1 (Ratte, oral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Indigokarmin, auch Indigotin I, ist ein wasserlöslicher, blauer Indigo-Farbstoff.

Chemische Eigenschaften

Indigotin ist wasserlöslich (10 g/l bei 25 °C, mit einem pH von ca. 5,3). Das UV/VIS-Absorptionsspektrum zeigt ein Maximum in Wasser bei 608–612 nm.

Verwendung

Indigokarmin

Es wird als pH-Indikator verwendet. Oberhalb von einem pH-Wert von 13 ist es gelb, unterhalb von 11,4 blau. Weiterhin wird es als Redox-Indikator verwendet, der sich bei einer Reaktion gelb verfärbt. Er wird auch zum Anzeigen von gelöstem Ozon eingesetzt. Dabei wird seine Umwandlung in Isatin-5-Sulfonsäure genutzt, die jedoch auch mit Hyperoxiden eintritt. Indigotin wird zur Färbung von alkoholfreien Getränken, Likör, Süßwaren, Speiseeis, Teigwaren und Dragees verwendet. Es ist als Lebensmittelzusatzstoff E 132 zugelassen und wird als blaue Lebensmittelfarbe oder in Kombination mit gelben Farbstoffen zur Grünfärbung verwendet. Wässrige Indikarmin-Lösungen verblassen insbesondere unter Lichteinfluss. Indigokarmin reagiert sehr empfindlich auf Licht und Oxidanzien.

Medizinisch wurde es vor allem früher zur Nierenfunktionsprüfung eingesetzt.

Indigotin gilt als unbedenklich, in längeren Fütterungsstudien haben sich jedoch Hinweise ergeben, dass in Anwesenheit von Nitrit aus anderen Lebensmitteln Nitrosamine entstehen können.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.5. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2009.
  2. 2,0 2,1 Datenblatt Indigokarmin bei AlfaAesar, abgerufen am 14. April 2010 (JavaScript erforderlich).