Gilbert Stork

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Gilbert Stork (* 31. Dezember 1921 in Brüssel, Belgien) ist ein US-amerikanischer Chemiker. Nach ihm ist die Stork-Reaktion benannt. Die American Chemical Society führt ihn als einen der 75 bedeutendsten Chemiker[1].

Leben

Beispiel für eine Stork-Reaktion (Enamin-Synthese).

Gilbert Stork wurde am 31. Dezember 1921 in Brüssel geboren. 1939 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und machte seinen Bachelor of Sciences an der University of Florida. Im Jahr 1945 wurde er an der University of Wisconsin-Madison promoviert, sein Doktorvater war Samuel M. McElvain[2]. Von 1945 bis 1946 war er Senior Research Chemist in den Lakeside Laboratories[3] . Seine universitäre Laufbahn begann er 1946 als Instructor an der Harvard University und wurde 1948 Assistant Professor. 1953 wechselte er zur Columbia University und war dort Associate Professor. Im Jahr 1955 wurde er zum Professor ernannt. Von 1967 bis 1993 war er Eugene Higgins-Professor an der Columbia University. Gilbert Stork wurde 1993 emeritiert.[4]

Zu seinen akademischen Schülern zählen Eugene van Tamelen und Samuel J. Danishefsky.

Ehrungen

  • 1957 Award in Pure Chemistry of the American Chemical Society
  • 1959 Guggenheim Foundation Fellow
  • 1961 Baekeland Medal, North Jersey ACS
  • 1962 Harrison Howe Award
  • 1966 Edward Curtis Franklin Memorial Award, Stanford University
  • 1967 American Chemical Society Award for Creative Work in Synthetic Organic Chemistry
  • 1971 Synthetic Organic Chemical Manufactures Association Gold Medal
  • 1973 Nebraska Award
  • 1978 Roussel Prize, Paris
  • 1980 Nichols Medal, New York ACS, Arthur C. Cope Award, ACS
  • 1982 Edgar Fahs Smith Award, Philadelphia ACS
  • 1982 Willard Gibbs Medal, Chicago ACS
  • 1982 National Academy of Sciences Award in Chemical Sciences
  • 1983 National Medal of Science; Pauling Award
  • 1985 Tetrahedron Prize
  • 1986 Remsen Award, Maryland ACS; Cliff S. Hamilton Award,
  • 1987 Monie A Ferst Award and Medal, Georgia Tech.
  • 1991 Roger Adams Award
  • 1992 George Kenner Award, Liverpool
  • 1992 Robert Robinson Lectureship, University of Manchester
  • 1992 Chemical Pioneer Award, American Institute of Chemists
  • 1993 Robert A. Welch Award
  • 1994 Allan R. Day Award, Philadelphia Organic Chemists Club
  • 1995 Wolf Prize, Israel
  • 2002 D. H. Barton Medal, Royal Society of Chemistry

Einzelnachweise

  1. http://pubs.acs.org/hotartcl/cenear/980112/top.html
  2. Biographie bei The National Academies Press
  3. Website der Lakeside Laboratories
  4. N. Z. Burns: Gilbert Stork

Quellen

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