Ferdinand Hucho

Ferdinand Hucho (* 1939 in Berlin) ist ein deutscher Biochemiker und emeritierter Professor an der Freien Universität Berlin. Hucho hat vor allem zur Neurochemie geforscht.

Leben

Hucho absolvierte 1958 sein Abitur am Humanistischen Gymnasium (Domschule) in Schleswig. Er studierte Chemie an der Universität Freiburg, wo er 1964 sein Diplom bei K. Wallenfels ablegte. 1968 promovierte er ebenfalls bei Wallenfels in Freiburg. Von 1969 bis 1970 war er Postdoc im Labor von L. J. Reed in Austin, Texas, dort forschte er über die Pyruvatdehydrogenase und ihre Regulation im Stoffwechsel der Säugetiere. 1971 wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Konstanz, wo er sich 1974 habilitierte. 1975 wurde er an der Universität Konstanz zum Universitätsdozenten ernannt, 1978 zum außerplanmäßigen Professor. 1979 wurde Hucho C3-Professor an der Universität Konstanz, im gleichen Jahr wechselte er an die FU Berlin, wo er bis 1989 C3-Professor war. 1989 erhielt er Rufe auf Professuren in Gießen und Köln, seit 1990 forschte er als C4-Professor an der FU Berlin, 2005 ging er in den Ruhestand.

Seit 1997 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und seit Juni 2002 "Sekretar" der Biowissenschaftlich-medizinischen Klasse der BBAW.

Hucho hatte diverse Funktionen in Fachgesellschaften inne und hat zahlreiche Tagungen mit organisiert, zwischen 1982 und 2002 etwa diverse Tagungen in Berlin und Russland, gemeinsam mit Kollegen der Sowjetischen bzw. der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er war von 1997 bis 1999 Dekan des Fachbereiches Chemie der FU, seit 2001 ist er Präsident der European Society for Neurochemistry, er ist im Editorial Board des European Journal of Biochemistry und war Mitautor des Gentechnologieberichts der BBAW.

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