Dermatoskopie

Dermatoskop

Die Dermatoskopie (Syn.: Auflichtmikroskopie, Epilumineszenzmikroskopie) ist ein nichtinvasives und einfaches Untersuchungsverfahren der Dermatologie, das insbesondere zur Früherkennung von bösartigen Tumoren der Haut (Melanomen) eingesetzt wird. Hierbei wird die Haut mit einem Mikroskop unter Zuhilfenahme von Öl und z.T. auch polarisiertem Licht bis in tiefere Schichten betrachtet.

Physikalische Grundlage

Aufbau der menschlichen Haut mit Hautanhangsgebilden

Licht, das auf die Haut auftritt, wird normalerweise zum größten Teil von der mehrschichtig aufgebauten Oberhaut (Epidermis) reflektiert (Totalreflexion). Durch Auftragen von Immersionsöl wird, durch Anheben der Brechungsindex auf 1,5 - 1,8 (Luft 1,0), diese Reflexion vermindert, so dass man, bei entsprechender mikroskopischer Vergrößerung, bis maximal in die obere Lederhaut (Dermis) blicken kann. Eine weitere Verbesserung kann durch die Verwendung von polarisiertem Licht erfolgen.

Verwendung

Wesentliches Einsatzgebiet der dermatoskopischen Diagnostik ist die Erkennung früher Melanome und die Unterscheidung melanozytärer von nicht-melanozytären Pigmenttumoren. Die Dermatoskopie kann im Weiteren bei der Beurteilung von Parasiten (z. B. bei Krätze), Fremdkörpern und Einblutungen eingesetzt werden.

Literatur

  • P. Altmeyer, M. Bacharach-Buhles: Springer Enzyklopädie Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin; Springer-Verlag 2002; ISBN 3-540-41361-8
  • O. Braun-Falco, G. Plewig, H. H. Wolff, W. H. C. Burgdorf, M. Landthaler: Dermatologie und Venerologie; Springer Verlag; ISBN 3-540-40525-9

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