Chempark Dormagen

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Der CHEMPARK Dormagen (ehemals Bayerwerk Dormagen oder Chemiepark Dormagen) ist eine 360 ha große Fläche in Dormagen und Köln-Worringen, auf dem sich seit 1917 Betriebe aus der Chemiebranche konzentrieren. Hier arbeiten 9.700 (Stand Januar 2011) Mitarbeiter. (Alle Angaben ohne INEOS Köln GmbH) Der CHEMPARK wird durch den Rhein und die A57 eingegrenzt und von der Bahnlinie Köln-Neuss in zwei Hälften geteilt.

Ansicht von der rechten Rheinseite

Am Dormagener Standort werden hauptsächlich Pflanzenschutzmittel, Polymere, Kunststoffe, Kautschuke, Isocyanate sowie organische Zwischenprodukte hergestellt. Außerdem befindet sich hier ein bedeutendes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Polyurethane.

Rund 60 Betriebe siedeln (Stand 2012) im CHEMPARK. Unter anderem von:

    • Aliseca GmbH
    • Asahi Kasei Spandex Europe GmbH
    • Ausbildungsinitiative Rheinland GmbH
    • Bayer Business Services GmbH
    • Bayer CropScience AG (größter Produktionsstandort der Firma mit rund 980 Beschäftigten (Stand: Dezember 2010))
    • Bayer Gastronomie GmbH
    • Bayer HealthCare AG
    • Bayer MaterialScience AG
    • Bayer Technology Services GmbH
    • Chemion Logistik GmbH
    • Currenta GmbH & Co. OHG
    • Cotac Europe GmbH (Technische Betriebe der HOYER GmbH)
    • Degussa Bank
    • Dralon GmbH
    • Heraeus Kulzer GmbH & Co. KG
    • HOYER GmbH (290 Mitarbeiter arbeiten am Standort Dormagen (Stand: Dezember 2010))
    • Industronic Industrie-Electronic GmbH & Co. KG
    • Lanxess (Dormagen ist Lanxess drittgrößter Produktionsstandort. Hier arbeiten rd. 660 Mitarbeiter.)
    • Linde AG
    • Perlon-Monofil GmbH
    • Praxair GmbH
    • RWE Power AG
    • Karl Schmidt Spedition GmbH & Co. KG
    • Styrolution Köln GmbH
    • Tectrion
    • Weber Rohrleitungsbau
    • YARA GmbH & Co. KG

Sonstiges

Am 17. März 2008 kam es auf dem angrenzenden Gelände der INEOS Köln GmbH zu einem Großbrand, der durch eine geplatzte Pipeline, aus der Ethen (veraltet auch Ethylen, Äthylen) austrat, verursacht wurde. Das Feuer entzündete sich am Nachmittag, griff auf einen Acrylnitril Tank über und konnte erst mehrere Stunden später in der Nacht mit Löschschaum erstickt werden. Der Feuerschein konnte nach Einbruch der Dunkelheit kilometerweit am Nachthimmel beobachtet werden. Nach Angaben der an der Brandbekämpfung beteiligten Feuerwehren handelte es sich um den größten Einsatz im Kölner Raum seit dem Zweiten Weltkrieg. [1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gravierender Störfall in einem Chemiebetrieb in Köln“. Brandschutz Deutsche Feuerwehr-Zeitung 8/2008, S. 592 - 606


51.0761111111116.8386111111111Koordinaten:

51° 4′ 34″ N, 6° 50′ 19″ O

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