Alnico

Alnico sind Legierungen aus Eisen, Aluminium, Nickel, Kupfer und Cobalt. Aus Alnico werden Permanentmagnete durch Gusstechniken oder Sintern hergestellt. Die Remanenzflussdichte von etwa 0,6 T bis 1,3 T (6000-13000 Gauß) ist relativ hoch im Vergleich zu Ferritmagneten. Wie bei anderen Permanentmagneten auch, ist die Flussdichte an der Oberfläche des Magneten in der Regel deutlich kleiner.

Der erste Permanentmagnet, der für die Massenproduktion geeignet war, bestand aus AlNiCo. Jedoch verliert das Material immer mehr an Bedeutung und wird vielfach durch Ferritmagnete oder Neodym-Eisen-Bor ersetzt. Ein Grund ist, dass es eine geringe magnetische Stabilität hat:[1] Die Koerzitivfeldstärke von Alnico ist mit rund 50-100 kA/m vergleichsweise klein und die Gefahr der Entmagnetisierung durch ein externes Feld relativ groß. Entsprechend haben Permanentmagnete aus AlNiCo eine längliche oder Hufeisenform.

Ein Vorteil von AlNiCo ist, dass es nach künstlicher Alterung eine stabile Magnetisierung besitzt. Von allen bekannten Werkstoffen hat es den niedrigsten Temperaturkoeffizienten der Remanenzinduktion.[1] Deswegen werden AlNiCo-Magneten immer noch in Sensoren, Lautsprechern und Gitarrentonabnehmern verwendet, während sie in Elektromotoren verdrängt wurden.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Permanentmagnetische Materialien (PDF) bei Permagsoft.com, abgerufen am 13. Januar 2012.

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