Alexander Marcet

Alexander John Gaspard Marcet (* 1. August 1770 in Genf; † 19. Oktober 1822 in London) war ein schweizerisch-britischer Chemiker und Arzt.

Marcet wurde als Sohn eines Uhrmachers und Mitglieds des Rates der Zweihundert geboren. Alexander Marcet studiere Philosophie und Recht an der Akademie Genf und reiste 1793/94 mit Nicolas-Théodore de Saussure nach England. Da er in Gefolge der Revolution in Genf zu fünf Jahren Exil verurteilt wurde, reiste er 1794 zusammen mit Charles-Gaspard de la Rive nach Edinburgh, wo er Medizin studierte und 1797 mit einer Dissertation über Diabetes mellitus abschloss. Er arbeitete an Londoner Spitälern, ab 1804 am Guy's Hospital, wo er ab 1805 auch Chemie unterrichtete. 1800 nahm er die britische Staatsangehörigkeit an. 1819 kehrte er nach Genf zurück, wo er Professor für medizinische Chemie wurde (bis 1821) und Mitglied des Repräsentierenden Rats (bis 1822).

Marcet erforschte als einer der Ersten die chemische Struktur der Meere. Er entdeckte 1819, dass das Verhältnis der hauptsächlichen Ionen des Meerwassers – Natrium-, Chlorid- und Magnesium-Ionen – in allen Ozeanen genau gleich ist. Dieses Prinzip der konstanten Proportionen gilt unabhängig vom Gesamtsalzgehalt des jeweiligen Meeres.[1]

Werke

  • An essay on the chemical history and medical treatment of Calculous Disorders. 1817.
  • Versuch einer chemischen Geschichte und aerztlichen Behandlung der Steinkrankheiten. 1818.
  • Ueber das specifische Gewicht, die Temperatur und die Salze des Meerwassers in verschiedenen Theilen des Weltmeers und in eingeschlossenen Meeren. 1819.
  • Chemische Untersuchungen über die Harnsteine. 1820.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. gemäß Ozeane. Die große Bild-Enzyklopädie. Dorling Kindersley 2007. ISBN 978-3831010769

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

06.05.2021
Astrophysik - Relativitätstheorie
Teleskop zur Erforschung von Objekten höchster Dichte im Universum
Eine internationale Gruppe von Astronomen hat erste Ergebnisse eines groß angelegten Programms vorgestellt, bei dem Beobachtungen mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop dazu verwendet werden, die Theorien von Einstein mit noch nie dagewesener Genauigkeit zu testen.
11.05.2021
Physikdidaktik - Quantenphysik
Quantencomputing einfach erklärt
„Quantencomputing kompakt“ lautet der Titel eines aktuellen Buchs, das Bettina Just veröffentlicht hat.
06.05.2021
Festkörperphysik - Quantenphysik
Auf dem Weg zum kleinstmöglichen Laser
Bei extrem niedrigen Temperaturen verhält sich Materie oft anders als gewohnt.
28.04.2021
Galaxien - Sterne
Die Entdeckung von acht neuen Millisekunden-Pulsaren
Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop acht Millisekunden-Pulsare entdeckt, die sich in Kugelsternhaufen mit hoher Sterndichte befinden.
07.04.2021
Teilchenphysik
Handfeste Hinweise auf neue Physik
Das Fermilab (USA) hat heute erste Daten aus dem Myon g-2 Experiment veröffentlicht, welche die Messwerte des gleichnamigen, 2001 durchgeführten Experiments am Brookhaven National Laboratory bestätigen.
19.04.2021
Exoplaneten
Neuer Exoplanet um jungen sonnenähnlichen Stern entdeckt
Astronomen aus den Niederlanden, Belgien, Chile, den USA und Deutschland bilden neu entdeckten Exoplaneten „YSES 2b“ direkt neben seinem Mutterstern ab.
01.04.2021
Teilchenphysik
Myon g-2: Kleines Teilchen mit großer Wirkung
Das Myon g-2-Experiment des Fermilab in den USA steht vor einem Sensationsmoment, der die Geschichte der Teilchenphysik neu schreiben könnte.
01.04.2021
Planeten - Elektrodynamik - Strömungsmechanik
Zwei merkwürdige Planeten
Uranus und Neptun habe beide ein völlig schiefes Magnetfeld.
30.03.2021
Kometen_und_Asteroiden
Der erste interstellare Komet könnte der ursprünglichste sein, der je gefunden wurde
Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) deuten darauf hin, dass der abtrünnige Komet 2I/Borisov einer der ursprünglichsten ist, die je beobachtet wurden.
25.04.2021
Raumfahrt - Astrophysik - Teilchenphysik
Erstmals Atominterferometer im Weltraum demonstriert
Atominterferometer erlauben hochpräzise Messungen, indem sie den Wellencharakter von Atomen nutzen.