Wasserabscheider

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Wasserabscheider nach Dean und Stark

Ein Wasserabscheider ist eine technische Vorrichtung, um aus Nebel oder Suspensionen Wasser zu gewinnen bzw. zu entfernen. Es handelt sich hierbei um ein mechanisches Trennverfahren, das in Druckluftsystemen oder Treibstoffanlagen eingebaut sein kann. Die Entwässerung der Wasserabscheider, also das Entfernen des gesammelten Wassers, kann manuell oder automatisch geschehen. Andere Bezeichnung auch: Sedimenter.

Labormaßstab

Chemie

In der Chemie bezeichnet man als Wasserabscheider ein Glasgerät, das zur azeotropen Destillation (Schleppmitteldestillation) verwendet wird und die kontinuierliche Phasentrennung zwischen Schleppmittel und Wasser ermöglicht.[1] Dabei wird die Reaktionsmischung (1) am Rückfluss erhitzt und verdampft (2). Analog zu einer Vigreux-Destillation können zusätzliche Böden eingefügt werden (3) um die Reinheit zu verbessern. Mittels Thermometer (4) wird die Siedetemperatur des Azeotrops kontrolliert (4), das am Kühler (5) wieder kondensiert. Durch die Kondensation trennt sich die Wasserphase von der organischen Phase und kann aufgefangen (9) und gemessen (10) werden. Da Wasser im Allgemeinen eine höhere Dichte hat als das verwendete organische Lösungsmittel sinkt es nach unten, während das überschüssige Lösungsmittel in den Kolben (1) zurückfließt. Ist das einmal nicht der Fall (Dichlormethan als Lösungsmittel) muss ein inverser Wasserabscheider verwendet werden. Häufig wird dieses Verfahren angewandt, um Wasser kontinuierlich aus einer Reaktion zu entfernen und damit das Gleichgewicht zugunsten des Produkts zu verschieben (z.B. Veresterungen).

Beliebte Schleppmittel sind hierfür Toluol oder Cyclohexan.

Einzelnachweise

  1. Organikum, Wiley-VCH Verlag GmbH, 23. Auflage, 2009, S. 57−58, ISBN 978-3-527-32292-3.

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