Tropfenzähler

Medizinflaschen und Normaltropfenzähler

Der Normaltropfenzähler oder Tropfer ist eine Vorrichtung zum Abmessen/Dosieren geringer Flüssigkeitsmengen in Form von Tropfen.

Er wird hauptsächlich in der Medizin, Pharmazie und Analytik verwendet. Gebräuchlich sind Tropfenzähler als Einsätze in Medizingläsern und als Pipetten, die in den Verschluss von Medizingläsern integriert sind. Tropfpipetten sind ebenso als eigenständiges Teil, auch als Einwegartikel, verfügbar.

Die Größe, das Volumen und die Masse eines Tropfens ist abhängig von

Der „Normaltropfenzähler“ des DAB (Deutsches Arzneibuch) ist so gestaltet, dass 20 Tropfen Wasser ein Volumen von 1 ml ergeben, wenn der Tropfer senkrecht verwendet wird.[1]

Grundsätzlich gilt, dass das tatsächliche Volumen und die Masse des Tropfens wesentlich von der zu tropfenden Flüssigkeit abhängig ist. Exakte Angaben für eine bestimmte Flüssigkeit liefert der Hersteller der Flüssigkeit bzw. muss im Einzelfall ermittelt werden.

Die Dosierung einer Flüssigkeit durch Tropfen ist nur eingeschränkt genau. Mit Abweichungen von einigen Prozent ist stets zu rechnen.

Eine Sonderform des Tropfenzählers ist das Tropfstäbchen (meist aus Glas gefertigt). Das Tropfstäbchen wird in die zu tropfende Flüssigkeit getaucht und herausgezogen. Es bildet sich ein einzelner Tropfen, dessen Volumen und Masse sowohl von der Flüssigkeit abhängt, als auch von Form und Durchmesser des Tropfstäbchens und der Geschwindigkeit, mit der das Stäbchen aus der Flüssigkeit heraus gezogen wird.

Siehe auch

  • Ölgeber
  • Tropfflasche

Quellen und Einzelnachweise

  1. Martin Bultmann: Grundlagen der Arzneiformenlehre: ein Leitfaden zu Vorlesung und Praktikum, S. 43–, BoD – Books on Demand 31. August 2003, ISBN 978-3-8330-0794-1 (Zugriff am 24. Februar 2012)

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