Stahlkante

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Stahlkanten haben auf Wintersportgeräten eine wichtige Funktion zur Stabilisierung der Fahrt und zur Steigerung der Haltbarkeit.

Bereits 1929 ließ sich der Salzburger, Rudolf Lettner, Stahlkanten für Ski patentieren. Seine ersten Prototypen fertigte er aus Uhrfedern, die er auf die Lauffläche schraubte. In wenigen Jahren änderte die Stahlkante die Skitechnik - sie führte von breiter Skiführung zur geschlossenen. Im Rennlauf der 1930er Jahre waren die "geschraubten Kanten" bereits unabdingbar für gute Leistungen.

Ab den frühen 1950er Jahren wurden von der Firma CDW Profilkanten, die im Verpressvorgang integriert waren, für viele namhafte Skihersteller entwickelt. Durch Rennerfolge auf Skiern mit Profilkanten, die bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina bereits durchschlagende Vorteile zeigten, setzten sich Profilstahlkanten auch in der Massenproduktion durch.

Die Kantenpflege - Schärfen, Entgraten, Polieren - gehört neben der Pflege des Laufflächen-Belags zu den wichtigsten Aufgaben beim Ski-Service.

Beim Snowsurfen - dem Swingbo und den Snowboards - kamen die ersten Modelle mit Stahlkanten um 1980 auf den Markt, wurden hier aber innerhalb weniger Jahre zum Standard. Die Kanten-Versuche der Snurfer-Pioniere (z. B. des US-Surfers Dimitrije Milovich) um 1970 hatten allerdings noch keinen bleibenden Erfolg.

Stahlkanten werden auch auf anderen Gebieten eingesetzt, z. B. im Bauwesen zum Schutz von ausgesetzten Mauerkanten und Verputz. Hier haben sie jedoch keinen flachen, sondern eckigen Querschnitt.

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