Quassia indica


Quassia indica

Quassia indica
Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Bittereschengewächse (Simaroubaceae)
Gattung: Quassia
Art: Quassia indica
Wissenschaftlicher Name
Quassia indica
(Gaertn.) Noot.

Quassia indica (Syn.: Samadera indica) ist eine Pflanzenart in der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae). Sie gedeiht in immergrünen Wäldern und an stehenden Gewässern im tropischen Asien, auf Madagaskar, den Komoren und Pemba.[1]

Merkmale

Quassia indica wächst als Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von etwa 10 Meter und 50 Zentimeter Stammumfang erreicht. Er bildet kräftige Äste.[1] Seine Rinde ist blassgelblich. Die Laubblätter sind groß und glänzend, 16 bis 20 (bis 25) Zentimeter lang und 9 Zentimeter breit, ungeteilt, eiförmig- bis länglich-elliptisch mit kurzer Spitze und abgerundeter Basis. Die Blattunterseite weist zahlreiche versenkte Drüsen auf.

Über einem 15 bis 20 Zentimeter langem Blütenstandsschaft stehen in einem dichten, doldigen Blütenstand zwanzig oder mehr Blüten zusammen. Die Blütenstiele sind rot. Die Blüten sind blassrosa-gelb. Die bei einer Länge von 5 bis 7 Zentimeter birnenförmige, stark abgeflachte Steinfrucht weist einen scharfen Grat auf und enthält einen großen, gekrümmten, braunen Kern.[2][3]

Nutzung

Das Holz von Quassia indica ist hell und leicht. In Madagaskar es zum Bau von Kanus verwendet. Verschiedene Teile des Baums werden in der madagassischen und indischen Naturheilkunde verwendet. Ausgekochte Extrakte des Stamms oder der Wurzelrinde sollen gegen Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Fieber und Regelbeschwerden helfen. Mit der abgeschabten Rinde (Samaderarinde) werden Verletzungen und Brandwunden behandelt. Die Blätter wendet man äußerlich gegen Erysipel und Juckreiz an. Aus den Samen gewinnt man ein fettes Öl, das als Mittel gegen Rheumatismus gilt. Verschiedene extrahierte Inhaltsstoffe (Quassinoide) zeigen entzündungshemmende, antileukämische oder antimikrobielle Eigenschaften, zum Beispiel hemmen sie das Wachstum von Plasmodium falciparum.[2][1]

Nachweise

  1. 1,0 1,1 1,2  D. Louppe, A.A. Oteng-Amoako, M. Brink (Hrsg.): Timbers 1. In: Plant resources of tropical Africa. 7, PROTA, 2008, ISBN 9789057822094, S. 499-500.
  2. 2,0 2,1  P. K. Warrier, V. P. K. Nambiar, C. Ramankutty: Indian medicinal plants: a compendium of 500 specie. 5, Orient Blackswan, 1996, ISBN 9788125007630, S. 55.
  3.  Hsuan Keng, Ro-Siu Ling Keng: The concise flora of Singapore: gymnosperms and dicotyledons. 2, NUS Press, 1990, ISBN 9789971691356, S. 99.
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