Pyrophyt

Pyrophyten sind Pflanzen, die an Feuereinwirkung angepasst sind, bzw. durch Feuereinwirkung – direkt oder indirekt – gefördert werden.[1] In einigen sehr heißen und trockenen Regionen bilden sie sogenannte Feuerökosysteme. Zu den Pyrophyten gehören vor allem einige Bäume, die sich durch eine dicke Borke gegen die Wirkung des Feuers schützen. Es können aber auch Pflanzen sein, deren oberirdischer Teil abbrennt, die jedoch aus unterirdischen Organen wieder ausschlagen können, oder aber krautige Pflanzen, deren Saat im Boden lagert und mit den ersten Regenfällen nach einem Brand austreiben, blühen und wieder absterben. Einige Pflanzen werden durch Feuer sogar begünstigt bzw. benötigen es für gewisse Entwicklungsphasen, etwa die Samenbildung oder die Samenverbreitung (Öffnen von Zapfen).

Beispiele für Pyrophyten sind:

  • der Australische Grasbaum (Xanthorrhoea fulva) Australien,
  • die Korkeiche (Quercus suber),
  • die Drehkiefer (Pinus contorta),
  • die zur Familie der Silberbaumgewächse gehörenden Gattungen Banksia,
  • die Zuckerbüsche (Protea),
  • der Mammutbaum (Sequoioideae) Nordamerika.
  • Lilium pyrophilum
  • die Venusfliegenfalle
  • die Regenbogenpflanzen
  • die Grasbäume

Einzelnachweise

  1. Kuhnholtz-Lordat, G., 1938. La Terre Incendiée. Essai d'Agronomie Comparée. La Maison Carrde, Nimes, 361 pp.

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