Otto Nikolaus Witt

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Otto Nikolaus Witt (russisch Отто Николаус Витт, wiss. Transliteration Otto Nikolaus Vitt; * 31. März 1853 in Sankt Petersburg; † 23. März 1915 in Berlin) war ein russischer Chemiker.

Leben

Witt studierte in Zürich Chemie, trat 1875 in England in eine Anilinfabrik ein. Im Alter von 23 Jahren stellte Witt 1876 seine berühmte Farbstofftheorie auf, deren Kern sich wie folgt zusammenfassen lässt:

Die Farbstoffnatur aromatischer Körper ist bedingt durch die gleichzeitige Anwesenheit einer farbgebenden und einer salzbildenden Gruppe.

Noch im selben Jahr (1876) entdeckte Witt auf der Basis seiner Überlegungen den Azofarbstoff Chrysoidin, was in der Folge zur Synthese zahlreicher weiterer, gelber bis purpurner Azofarbstoffe führte.

1879 arbeitete Witt bei Cassella & Co. in Frankfurt a. M., später in einer Chemieschule in Mülhausen, zwischen 1882 - 1885 war er Direktor des Vereins chemischer Fabriken, Mannheim.

Im Jahre 1885 habilitierte Witt sich an der TH Berlin mit dem Thema „Bleicherei, Färberei und Zeugdruck“. Von 1897 bis 1898 war er deren Rektor.

Witt gründete auch eine populärwissenschaftliche Zeitschrift ("Prometheus").

Werke

  • Zur Kenntnis des Baus und der Bildung färbender Kohlenstoffverbindungen (1876)
  • Die chemische Industrie des deutschen Reiches am Beginn des 20. Jahrhunderts (1902)
  • Die chemische Technologie der Gespinstfasern (1914)

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