Neuropeptid Y

Neuropeptid Y

Neuropeptid Y

Struktur nach PDB 1RON
Vorhandene Strukturdaten: 1qfa, 1ron
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 36 Aminosäuren; 4,27 kDa
Präkursor (97 aa; 10,8 kDa)
Bezeichner
Gen-Namen NPY; PYY4
Externe IDs OMIM: 162640   MGI: 97374
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Wirbeltiere
Orthologe
Mensch Maus
Entrez 4852 109648
Ensembl ENSG00000122585 ENSMUSG00000029819
UniProt P01303 P57774
Refseq (mRNA) NM_000905 NM_023456
Refseq (Protein) NP_000896 NP_075945
Genlocus Chr 7: 24.29 - 24.3 Mb Chr 6: 49.75 - 49.76 Mb
PubMed-Suche 4852 109648

Das Neuropeptid Y (NPY) ist ein aus 36 Aminosäuren bestehendes Neuropeptid, das insbesondere im Gehirn und auf noradrenergen Neuronen des peripheren Nervensystem vorkommt. Dieses Peptid ist physiologisch an der zentralnervösen Steuerung des Hungers und der Angst, der präsynaptischen Regulation von Neurotransmittern, der Kontrolle epileptischer Krämpfe, der Blutgefäßkontraktion, der Insulinfreisetzung und der Steuerung der Motilität im Magen-Darm-Trakt beteiligt. Darüber hinaus konnte für das Neuropeptid Y eine gewebshormonartige Wirkung auf das Immunsystem nachgewiesen werden.

Seine Wirkungen vermittelt das Neuropeptid Y über mindestens 6 verschiedene G-Protein-gekoppelte Rezeptoren: Y1 - Y6. Neben seinen physiologischen Wirkungen ist das Neuropeptid Y wahrscheinlich auch an der Pathogenese der Fettsucht, Atherosklerose und entzündlicher Erkrankungen beteiligt. Das Neuropeptid Y besitzt strukturelle Ähnlichkeiten zu dem Peptid YY und zu dem pankreatischen Polypeptid.

Eine Forschergruppe des Max-Planck-Instituts in Heidelberg veröffentlichte im Dezember 2011 die Ergebnisse einer Studie an Mäusen, nach der intensive mütterliche Fürsorge in den ersten Lebenswochen bei Säuglingen die Entwicklung des Neuropeptids fördert. Im Erwachsenenalter seien diese besser in der Lage, mit Stress und Angst umzugehen.[1]

Einzelnachweise

  1. http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/fruehkindliche-praegung-mutterliebe-bestimmt-stresstoleranz-_aid_692244.html

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

01.04.2021
Teilchenphysik
Myon g-2: Kleines Teilchen mit großer Wirkung
Das Myon g-2-Experiment des Fermilab in den USA steht vor einem Sensationsmoment, der die Geschichte der Teilchenphysik neu schreiben könnte.
01.04.2021
Planeten - Elektrodynamik - Strömungsmechanik
Zwei merkwürdige Planeten
Uranus und Neptun habe beide ein völlig schiefes Magnetfeld.
30.03.2021
Kometen_und_Asteroiden
Der erste interstellare Komet könnte der ursprünglichste sein, der je gefunden wurde
Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) deuten darauf hin, dass der abtrünnige Komet 2I/Borisov einer der ursprünglichsten ist, die je beobachtet wurden.
25.04.2021
Raumfahrt - Astrophysik - Teilchenphysik
Erstmals Atominterferometer im Weltraum demonstriert
Atominterferometer erlauben hochpräzise Messungen, indem sie den Wellencharakter von Atomen nutzen.
25.03.2021
Quantenoptik
Sendungsverfolgung für eine Quantenpost
Quantenkommunikation ist abhörsicher, aber bislang nicht besonders effizient.
24.03.2021
Schwarze_Löcher - Elektrodynamik
Astronomen bilden Magnetfelder am Rand des Schwarzen Lochs von M 87 ab
Ein neuer Blick auf das massereiche Objekt im Zentrum der Galaxie M 87 zeigt das Erscheinungsbild in polarisierter Radiostrahlung.
24.03.2021
Astrophysik
Die frühesten Strukturen des Universums
Das extrem junge Universum kann nicht direkt beobachtet werden, lässt sich aber mithilfe mathematischer Theorien rekonstruieren.
23.03.2021
Supernovae - Teilchenphysik
Können Sternhaufen Teilchen höher beschleunigen als Supernovae?
Ein internationales Forschungsteam hat zum ersten Mal gezeigt, dass hochenergetische kosmische Strahlung in der Umgebung massereicher Sterne erzeugt wird. Neue Hinweise gefunden, wie kosmische Strahlung entsteht.
23.03.2021
Teilchenphysik
Neue Resultate stellen physikalische Gesetze in Frage
Forschende der UZH und des CERN haben neue verblüffende Ergebnisse veröffentlicht.
19.03.2021
Festkörperphysik - Teilchenphysik
Elektronen eingegipst
Eine scheinbar einfache Wechselwirkung zwischen Elektronen kann in einem extremen Vielteilchenproblem zu verblüffenden Korrelationen führen.