Logical Observation Identifiers Names and Codes

(Weitergeleitet von LOINC)

Die Logical Observation Identifiers Names and Codes (LOINC) sind eine Zusammenstellung allgemeingültiger Namen und Identifikatoren zur Bezeichnung von Untersuchungs- und Testergebnissen aus Labor und Klinik. Ziel ist die Erleichterung des elektronischen Datenaustauschs bei der Übermittlung medizinischer Untersuchungsergebnisse und Befunddaten. Für den Austausch strukturierter Dokumente (CDA) und Nachrichten wird die Verwendung von LOINC empfohlen von HL7 und DICOM. Die Terminologie wird ständig erweitert und regelmäßig in Form einer Datenbank publiziert, die Pflege und Dokumentation der LOINC-Datenbank liegt beim Regenstrief Institute (Indianapolis, USA). In Deutschland wird die Einführung von LOINC vom DIMDI gefördert, das auch den Informationsaustausch mit den zuständigen nationalen und internationalen Instituten, Projektgruppen und mit der Industrie übernimmt.

Schematische Darstellung der sechs Achsen von LOINC, die den präkoordinierten numerischen LOINC Code ergeben

Die folgenden Felder werden zur Spezifikation eines LOINC-Ausdrucks verwendet:

  1. Komponente (Analyt) – z. B. Kalium, Hämoglobin, Hepatitis-C Antigen
  2. Gemessene Eigenschaft (Messgröße) – z. B. Stoff-Konzentration, Enzym-Aktivität (Katalysegeschwindigkeit)
  3. Zeitangaben - entweder handelt es sich um eine Untersuchung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder um eine Untersuchung innerhalb einer bestimmten Zeitspanne – z. B. 24-Stunden-Urin
  4. Art der Probe (System) – z. B. Urin, Vollblut, Plasma, Liquor.
  5. Art der Skalierung – z. B. ob die Messung quantitativ (Maßgenauigkeit), ordinal (mit abgestuften Alternativen), nominal (z. B. Escherichia coli, Staphylococcus aureus) oder als Textdarstellung (z. B. das Ergebnis nach Diktat bei Röntgenuntersuchungen) erfolgte.
  6. Sofern erforderlich wird die Methode angegeben, mit der das Ergebnis erzielt oder andere Beobachtungen gemacht wurden.

Neben den Datenfeldern für diese sechsteilige Bezeichnung für jeden LOINC-Code enthält die Datenbank Abkürzungen, Bezugswörter, Synonyme und Kommentare für alle Untersuchungen. In weiteren Datenfeldern sind für viele Codes zusätzliche informative Angaben enthalten (z. B. typische Maßeinheiten, Normbereiche für Proben, CAS-Nummern).

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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