Jean Charles Galissard de Marignac

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Jean Charles Galissard de Marignac

Jean-Charles Galissard de Marignac (* 24. April 1817 in Genf; † 15. April 1894 ebenda) war ein Schweizer Chemiker.

1866 gelang es ihm, das erste industrielle Verfahren zur Trennung von Tantal und Niob auf der Basis der unterschiedlichen Löslichkeit von Fluorkomplexen auszuarbeiten.[1] 1878 entdeckte er bei der genaueren Untersuchung von Gadolinit das Element Ytterbium.[2] 1880 entdeckte er ein weiteres unbekanntes Element, das er provisorisch Yα nannte.[3] Nach der Bestätigung der Entdeckung durch William Crookes und Paul Émile Lecoq de Boisbaudran, nannte Lecoq de Boisbaudran am 19. April 1886 das neue Element in Absprache mit Marignac Gadolinium mit dem Symbol Gd.[4]

1886 wurde er mit der Davy-Medaille ausgezeichnet. 1887 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Accademia Nazionale dei Lincei in Rom aufgenommen.

Einzelnachweise

  1. Jean Charles Galissard de Marignac: Recherches sur les combinaisons du niobium. In: Annales de chimie et de physique. 1866, 4, S. 5-75 (Volltext auf Gallica).
  2. Jean Charles Galissard de Marignac: Sur l’ytterbine, terre nouvelle, contenu dans la gadolinite. In: Comptes Rendus. 1878, 87, S. 578–581 (Volltext auf Gallica).
  3. Jean Charles Galissard de Marignac: Sur les terres de la samarskite. In: Comptes Rendus. 1880, 90, S. 899-903 (Volltext auf Gallica).
  4. Paul Émile Lecoq de Boisbaudran: Le Yα de Marignac est définitevement nomme Gadolinium. In: Comptes Rendus. 1886, 102, S. 902 (Volltext auf Gallica).

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